Russischer Staatscircus ohne Oleg Popov

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Seit Anfang Juni gastiert „Der Grosse Russische Staatscircus“ mit der „Oleg Popov Jubiläumstour 2011“ vor der o2 world-Arena in Berlin. Wegen des „riesigen“ Erfolges – so die Veranstalter – wurde bis zum 26. Juni, also heute, verlängert. „In den vergangenen zwei Jahrzehnten ließ Oleg Popov keine der mehr als 5.000 Vorstellungen des Großen Russischen Staatscircus ausfallen“, heisst es auf der Internetseite der o2-Arena. Ausgerechnet am letzten Wochenende in Berlin machte der weltberühmte Clown eine Ausnahme. „Russischer Staatscircus ohne Oleg Popov“ weiterlesen

Brasilien – Land der Zukunft?

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Eine befreundete deutsch-brasilianische Familie verlässt mit ihren drei Kindern Berlin und wandert Anfang Juli nach Brasilien aus. Sie ziehen nach Belém, der Heimatstadt der Frau. Kein Einzelfall. „Brasilien – Land der Zukunft?“ weiterlesen

Auf dem Teufelsberg (mit Video)

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Mond über Berlin
Mond über Berlin

Gestern Abend mit Frau und Kindern und zwei brasilianischen Freundinnen auf dem Teufelsberg gewesen, um das Naturschauspiel der blutroten Mondfinsternis zu beobachten.

Obwohl ich seit über zehn Jahren in Berlin lebe, war ich noch nie auf diesem Hochplateau.

Es war ein wunderbarer, milder Sommerabend. Es herrschte eine friedlich-fröhliche Stimmung. Als wir gegen 21:30 Uhr oben ankamen, hatte man gleich einen weiten Blick über die Stadt. „Auf dem Teufelsberg (mit Video)“ weiterlesen

Wieso ich an Wunder glaube

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Es gibt Geschichten, die müssen einfach erzählt werden, auch wenn man damit sehr viel von sich preisgibt. Weil sie so ungewöhnlich, so aussergewöhnlich, so unerhört, so spannend, so aufregend, so grossartig, so einzigartig, so wunderbar – so interessant – sind, dass man sie der Welt nicht vorenthalten kann und möchte. Dies ist eine von diesen Geschichten. „Wieso ich an Wunder glaube“ weiterlesen

About Me

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Sechs Wochen alter Gregor

Gregor Rabe ist gebürtiger Kölner, Jahrgang 1967. Er ist das zweite von insgesamt vier Kindern.

Vater und Mutter stammen aus dem Eichsfeld (Thüringen), Grenzgebiet der DDR zur BRD, sie machen aber noch vor dem Mauerbau rüber in den Westen.

Vater (* 1933; † 2008): Studienrat, später Studiendirektor für Musik und Geografie. Kirchenmusiker (Orgel, Chor).

Mutter (* 1939): MTA.

Von 1970 bis 1975, den letzen fünf Jahren der Franco-Diktatur, wächst Gregor in Spanien auf, genauer gesagt in Algorta, einer Küstenkleinstadt in der Nähe von Bilbao im renitenten Baskenland.

Sein damaliger Spitzname: El Rúbio (Der Blonde).

1972: Trennung und Scheidung der Eltern. Die Kinder werden dem Vater zugesprochen. Der heiratet bald darauf eine evangelische Pfarrerstochter aus Deutschland, mit der er zwei Kinder zeugt.

1975: Rückkehr nach Deutschland ins Bergische Land (Bergisch Gladbach und Umgebung).

Music Was My First Love

Von ländlicher Langeweile umgeben, vertreibt sich Gregor v.a. mit Lesen und Musik die Zeit. Er lernt so gut Cellospielen, dass eine klassische Musikerkarriere durchaus zu einer Option wird. Gleichwohl begeistert er sich bald für die Beatles und lässt sich von John Lennon’s In His Own Write zu eigenen humoristischen Texten inspirieren.

Auch als Sänger feiert er Erfolge. Gründet 1986, im Jahr seines Abiturs am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium in Bergisch Gladbach, mit vier Schulfreunden das a capella-Quintett Barbershop Group im Stile der Comedian Harmonists.

Eigentlich nur für einen einmaligen Auftritt bei einer Schulfeier geplant, bekommt die Sache von ganz allein eine starke Dynamik. Die Gruppe bekommt Anfragen über Anfragen. Und so erweitert sie ihr Repertoire, arbeitet an ihrer Performance und Professionalität, erweitert ihren Wirkungskreis bis hin zu Radio- und TV-Auftritten und zwei CD-Veröffentlichungen. Einer aus der Gruppe wird später ein weltweit anerkannten Professor für Ökonomie.

The Story of Berlin…

1991, nach fünf Jahren, steigt Gregor aus, um nach einem 20-monatigen Zivildienst in Bonn-Bad Godesberg sein in Köln begonnenes geisteswissenschaftliches Studium in Berlin fortzusetzen und möglichst zu beenden.

Es ist kurz nach der Wende und Berlin übt einen gewaltigen Sog auf ihn aus.

Schon in der unmittelbaren Nachwendezeit hatte Gregor während der Semesterferien bei zwei Ost-Berliner Zeitungen ein mehrwöchiges Praktikum absolviert und dabei nicht nur die jeweiligen Redaktionen inmitten eines alles über den Haufen werfenden Umbruchs erlebt, sondern auch den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umbruch jener Zeit. Hautnah.

Bei den Zeitungen hat Gregor völlig freie Hand und allen gewünschten Platz, kann einfach machen und loslegen. Themen gibt es zuhauf. Sie liegen förmlich auf der Straße.

Wildost und WDR

Die Reportagen, die dabei herauskommen, reicht Gregor beim WDR in Köln ein, um sich für eine zweimonatige Programm-Hospitanz zu bewerben. Angesichts der Vielzahl an Bewerbern rechnet er sich keine großen Chancen aus.

Er wohnt in einer spottbilligen Wohnung in Friedrichshain mit Kachelofen, ohne Bad und Warmwasser, aber immerhin mit Innenklo, die ein Kölner Bekannter angemietet hat, obwohl er sie nur selten braucht. Dieser Bekannte macht später als Drehbuchautor für einen weltweit beachteten Wende-Film von sich reden…

In der Friedrichshainer Wohnung gibt es keinen Festnetzanschluss, und Handys sind gerade erst erfunden, teuer und so groß wie Aktenkoffer.

So ist es ein Telegramm seines Vaters, das ihm die Nachricht überbringt, er solle mich mal beim WDR melden.

Gregor stapft im tiefen Winter zu einer Telefonzelle aus DDR-Zeiten, die einem immer das Geld zurückgibt, nachdem man das Telefonat beendet hat. Oder schlimmstenfalls die zwanzig Pfennig schluckt, die man vorher eingeworfen hat. Egal, wohin man telefoniert hat und wie lange…

Der WDR ist von Gregors Reportagen so beeindruckt, dass er ihn auf jeden Fall haben will. Er bietet ihm die Mitarbeit in einer neuen TV-Redaktion unter Leitung von Carmen Thomas an, die eine „Mitmachsendung“ zum Thema Medien moderiert.

Als Gregor 1992 die WDR-Hospitanz antritt, haben Redaktionsleitung und Moderation allerdings schon gewechselt. Die Sendung gilt intern als modern und innovativ. Viele kreative, gute Leute machen mit, entwickeln das Format weiter.

Gregor bringt sich so gut ein, dass er das Angebot erhält, als sogenannter „fester freier Mitarbeiter“ der Sendung dauerhaft verbunden zu bleiben, was er auch tut.

Er packt nach gerade mal zwei Semestern seine Koffer in Berlin und kehrt 1992 nach Köln zurück.

Goldene Medien-Zeiten und Medienwandel

Bei Parlazzo – so der Name der Sendung – ist er für die Recherchen und das Moderatorenbriefing zuständig. Er ist Teil eines unkonventionellen Teams, aus dessen Mitte sich Viele einen Namen in der Medienbranche machen, u.a. Anne Will, Bettina Böttinger, Dirk Steffens, Annette Dittert und Matthias Kremin.

Sein Studium betreibt er mehr oder weniger nebenbei und bringt es 1995 mit einem Magistertitel in den Fächern Deutsche Sprache und Literatur, Philosophie und Pädagogik zum Abschluss.

Drei Jahre später wird die Sendung eingestellt. Gregor entscheidet sich, das Haus zu wechseln und landet Anfang 1999 beim kraftstrotzenden ProSieben-Konzern in Unterföhring bei München.

Dort befindet sich gerade der Nachrichtensender N24 im Aufbau. Der begnadete ProSieben-Boss Georg Kofler (Lebensmotto: „Alegria!“) will n-tv in Zeiten des Börsenbooms die Stirn bieten und einen frischen, modernen News- und Börsenkanal auf die Beine stellen.

Gregor ist von Anfang an mit dabei.

Er ist einer von vielen jungen Medienmachern aus allen Ecken der Republik und der Medienbranche, die sich gemeinsam daran machen, einen modernen Nachrichtensender zu etablieren.

Von der Branche wird das Vorhaben als aussichtslos belächelt. Doch es gelingt! Es dauert nicht lange, und N24 läuft n-tv den Rang ab. 2001 zieht Gregor mit dem Sender nach Berlin.

Das Nachrichtengeschäft auf eine 24-Stunden-Rund-um-die-Uhr-Weise zu betreiben, ist für die meisten Mitarbeiter neu und eine große Herausforderung. Aber das Team professionalisiert sich so sehr, dass selbst bei den schlimmsten Weltereignissen wie 9/11 die höchst motivierte Redaktion wie ein Uhrwerk funktioniert. Eine aufregende, intensive Zeit!

Die Pleite des ProSieben-Patriarchen Leo Kirch sorgt ab 2002 allerdings für viel Verunsicherung und Veränderung. Am Ende übernehmen Heuschrecken und Controller den Konzern und pressen den letzten Saft aus.

2010 wird N24 schließlich aus dem Konzern ausgegliedert. Die Hälfte der Belegschaft wird auf die Straße gesetzt – immerhin mit einer anständigen Abfindung.

Gregor beginnt, sich mit den bis dahin vernachlässigten Möglichkeiten des Online-Journalismus auseinanderzusetzen und startet 2011 seinen Blog.

Das Hauptthema liegt – zumal angesichts der damals herannahenden Fussball-WM in Brasilien – auf der Hand. Privat über mehrere Jahre mit einer Brasilianerin verheiratet, Vater zweier deutsch-brasilianischer Kinder und eng mit Brasilien verbandelt, will er das Blog und die ihm beigestellten Social Media-Kanäle Twitter, YouTube und Facebook dazu nutzen, ein authentisches und vielseitiges, wahrhaftiges Bild von Brasilien zu vermitteln.

Unter Brasilienkennern erarbeitet er sich damit bald einen ausgezeichneten Ruf. Das Ein-Mann-Blog liegt im Google-Ranking bald auf Platz 1 aller deutschsprachigen Blogs zum Thema WM und Brasilien.

2013 wird der Münchner Bruckmann-Verlag auf ihn aufmerksam und überträgt ihm die Autorenschaft für einen üppigen Bildband über die 50 Highlights von Brasilien.

Die digitale Revolution frisst ihre Kinder

Ein kurzer Ausflug in die Arbeitswirklichkeit einer Nachrichtenredaktion zweier großer Berliner Radiosender sorgt dann für die ernüchternde Einsicht, dass die Medienbranche wirklich keine befriedigenden Perspektiven mehr bietet.

Die digitale Revolution stellt auch oder gerade die Medienbranche völlig auf den Kopf. Kein Stein bleibt mehr auf dem anderen. Die Revolution ist total (…und frisst ihre Kinder…).

Mit dem Ende der Fussball-WM in Brasilien beendet Gregor 2014 sein Blog. Nicht zuletzt deswegen, weil er nicht weiter bereit ist, seine Arbeit und seine Kenntnisse aller Welt ohne Gegenwert zur Verfügung zu stellen.

Glaubwürdige und kenntnisreiche Informationen sind ein viel zu hohes Gut, um einfach verschenkt zu werden!

Gregor widmet sich daher inzwischen sinnvolleren Tätigkeiten, die im pädagogischen und Coaching-Bereich liegen.

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Online-Journalismus ist geil!

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So langsam komme ich ja wirklich auf den Geschmack. Als jahrelanger TV-Journalist habe ich die Entwicklungen im Internet zwar immer verfolgt, aber doch überwiegend von der Seitenlinie. Nun, wo ich mich gezwungenermaßen neu orientieren muss – UND AUCH WILL! – steige ich mehr und mehr in die Materie ein. Und bin FASZINIERT von den Möglichkeiten!

Ein schönes Beispiel ist die Geschichte um die Hamburg-Mannheimer (oder „Humbug Mülleimer“, wie Insider wohl sagen), „Online-Journalismus ist geil!“ weiterlesen