Die Qual der Wahl

Vor einem Monat erschienen das Leben noch so normal, so beiläufig. Alltagsroutine. Doch das Coronavirus hat alles über den Haufen geworfen und die ganze Welt auf den Kopf gestellt. In einer radikalen Weise, die bis vor Kurzem niemand für möglich gehalten hätte. Nun stehen plötzlich unzählige Existenzen, Branchen, ganze Gesellschaften auf dem Spiel! Die Pandemie hat einen beispiellosen globalen Lockdown ausgelöst. Und stellt die Welt und unsere moralischen Grundüberzeugungen vor ein Dilemma: Lässt man lieber Menschen am Coronavirus sterben? Oder an den Folgen des Shutdowns? „Die Qual der Wahl“ weiterlesen

Die Coronapokalypse

Wir erleben außergewöhnliche, bislang unvorstellbar kritische Zeiten dank des zuerst in China aufgetretenen Coronavirus COVID-19. Weltbörsen, Weltwirtschaft und private Existenzen stürzen in einen geradezu bodenlosen Abgrund. Die Weltgemeinschaft erlebt eine nie dagewesene kollektive Krise, welche die Gefahr eines kompletten Kontrollverlustes in sich birgt, wenn die Staaten und Regierungen nicht schnell und entschlossen handeln.

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Zivilgesellschaft und Autoritarismus

Angesichts von Klimakrise, Flüchtlingskrise und Corona-Krise ist es aufschlussreich zu verfolgen, wie einzelne Staaten und deren Verbündete mit diesen Problemen umgehen. Und es ist mit nüchternem Blick nicht zu übersehen, dass demokratisch-pluralistisch-zivil verfasste Gesellschaften derzeit mit den größeren Problemen zu kämpfen haben. Nicht, weil sie davon am meisten betroffen wären, sondern weil (mal wieder) ein eklatanter Mangel an Problemlösungskompetenz zutage tritt.

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Gewalt gegen Frauen und überhaupt

Heute ist der internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen. Und in Zeiten von Multi- und Social Media ist das Netz natürlich voll mit Kommentaren und Äußerungen und Publikationen zum Thema, vor allem von weiblicher Seite natürlich, Frauenrechtlerinnen, Feministinnen und sonstige Innen ganz vorne weg. Und der politisch korrekte Mensch stimmt natürlich bedenkenlos ein in diesen großen Chor der Betroffenen und Mitfühlenden und Leidenden. Ja, Gewalt ist schrecklich. Und zwar gegenüber jedermann und jederfrau. Klar gibt es kulturell, traditionell, strukturell und sogar naturbedingt Unterschiede an Gewalt. Und dass es dementsprechend seit Menschengedenken auch Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen und zwangsläufig auch zwischen Mann und Frau gibt, ist keine besonders spektakuläre Erkenntnis.

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Gedanken zum 29. Tag der Deutschen Einheit

Heute vor 29 Jahren trat die DDR der BRD bei – aus Nachkriegs-Klassenfeinden (sozialistisch-kapitalistisch) wurde mit einem Schlag wieder eine Nation, ein Volk mit einer gemeinsamen Regierung. Ich habe diese Wendezeit sehr intensiv und aus nächster Nähe erlebt, da die Familien meiner beiden Elternteile zwischen Ost und West getrennt waren und wir vor wie nach der Wende einen starken familiären Austausch pflegten. In den Sonntagsreden zum heutigen Nationalfeiertag werden wieder einmal das Glück der Stunde und das „Geschenk“ der Einheit gepriesen – und die Probleme zwar angesprochenen, aber eher kleingeredet. Ja, man darf sich freuen. Aber die Augen vor den realen Konflikten zu verschließen, führt auch nicht weiter. Eine persönliche Bestandsaufnahme.

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Die fragwürdige Rolle von Greenpeace beim Schutz des Amazonas-Regenwaldes

Es ist schon grotesk: Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren Informationen dank Medien und Internet so umfangreich und frei zugänglich wie heute – doch die schiere Fülle und technischen Möglichkeiten machen es immer schwieriger, Fakten von Fakes zu unterscheiden. Der globale Hype um die vermeintliche Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes  durch den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro hat dies einmal mehr eindrucksvoll vor Augen geführt. „Die fragwürdige Rolle von Greenpeace beim Schutz des Amazonas-Regenwaldes“ weiterlesen

Bolsonaro, Macron und der Amazonas Regenwald

Das waren und sind immer noch ereignisreiche Tage, was die internationale Wahrnehmung über Brasilien und seinen Präsidenten Bolsonaro und den Amazonas-Regenwald angeht. Und sie haben einen scharfen Konflikt zwischen Brasilien und dem französischen Präsidenten Macron zutage gefördert, der selbst mich als langjährigen Beobachter überrascht hat. Das Tischtuch zwischen Brasilien und Frankreich ist einstweilen zerschnitten. Was ist passiert? Eine Chronologie in Tweets:

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Ruhm, Konsum, Karriere

Man kann von der Bibel ja halten was man mag, aber sie bietet doch eine Vielzahl ewig gültiger Gleichnisse über die Natur des Menschen, der stets der Versuchung (Apfel, Frau) erlag, einen Tanz ums Goldene Kalb zu zelebrieren und minderwertige Götterparodien als Götzen zu verehren. Die Nachkriegszeit hat diesen Trend dank Massenmedien, Marketing, Konsum und Internet zu einer regelrechten Epidemie ausarten lassen. Und die Menschheit damit an die Schwelle der Selbstvernichtung geführt. „Ruhm, Konsum, Karriere“ weiterlesen

Medienkompetenz

In Zeiten von Internet und Social Media hat sich eine gewaltige gesellschaftliche Revolution vollzogen, welche die globale Bevölkerung wie in einem reissenden Strom mit sich gerissen und für die älteren unter uns große persönliche und berufliche Veränderungen gebracht hat. Die Welt von Heute ist in medialer Hinsicht das Ergebnis einer exponentiellen Beschleunigung von Information. Das hat zwangsläufig zu einer großen Verunsicherung geführt, weil nicht jeder mit dieser Flut an Informationen umzugehen weiß und von den fundamentalen Veränderungen im Alltag schlicht und einfach überfordert ist. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit in ruhigeres Fahrwasser geraten und sich Wege finden, das kommunikative Chaos in gesunde Bahnen zu lenken. Dazu braucht es nichts Geringeres als eine dem Alltag angemessene Medienkompetenz.

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Bolsonaro und die Abholzung des Amazonas

Seit durch Greta Thunberg und #FridaysForFuture die Klimadebatte an Fahrt aufgenommen hat, richtet sich der Fokus der Weltöffentlichkeit zunehmend auch auf das sonst in den Nachrichten eher vernachlässigte Brasilien mit seinen schier unerschöpflichen Naturreserven, allen voran auf den Amazonas und die indigene Bevölkerung. Die Wahl des Rechtspopulisten Jair Bolsonaro zum Präsidenten provozierte einen Aufschrei unter Naturschützern, NGOs, Menschenrechtlern und sonstigen Interessierten. Die Angst geht um, dass sich unter seiner Führung die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen beschleunigen werde, insbesondere die weitere Abholzung des Amazonas.
Ich habe dazu in einem geschlossenen Brasilienexpertenforum auf XING , dem ich seit Jahren angehöre, einen lesenwerten Gruppenbeitrag von einem langjährigen deutschen Expat in Brasilien gelesen, den ich mit seiner freundlichen Erlaubnis als Diskussionsbeitrag hiermit über meinen Blog weiterverbreiten darf:

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