#AufDiePresse : Anmerkungen zum Tag der Pressefreiheit

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Der 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Am Brandenburger Tor fand ein Konzert statt, mit dem „Freiheit für alle inhaftierten Journalisten in der Türkei und anderswo“ gefordert wurde. Nicht zuletzt für den deutsch-türkischen Welt-Korrespondenten Deniz Yücel. Als Autor und Journalist, der einen Großteil seines Berufslebens für namhafte Massenmedien gearbeitet hat, muss mir keiner die Bedeutung der Pressefreiheit erklären. Doch gerade aufgrund meiner langjährigen Einblicke in die Medienbranche weiß ich auch, wie hohl diese mainstreamartige Forderung nach Pressefreiheit aus dem Munde vieler Medienschaffender klingt. Denn die Wenigsten haben die Eier und das Rückgrat, für ihre Meinung wirklich einzustehen, wenn es hart auf hart kommt.

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Brief aus einem sicheren Hafen (Porto Seguro)

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Erstens kommt immer alles anders, und zweitens, als man denkt. Eine Kölschen Weisheit, die sich auch im fernen Brasilien bewahrheitet.
Es passiert hier jeden Tag so viel, dass ich mit dem Schreiben gar nicht hinterherkomme. Jeder Tag ist eine neue Geschichte. Das ist einer der vielen Gründe, wieso ich Brasilien so liebe. Es ist das pralle, volle Leben!! Mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Mit allen Hochs und Tiefs. Mit allem Jubel und allem Trauma. Himmel und Hölle. Sehr intensiv. Sehr kräftig, sehr stark. Überwältigend und lähmend. Euphorisch und deprimierend.

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Ich bin auch ein Flüchtling

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Während die ganze Welt über die #Flüchtlingskrise debattiert, muss ich eingestehen, dass ich gewissermaßen auch ein Flüchtling bin, oder zumindest ein Migrant. Ein Sehnsuchts-Migrant. Ich habe mich entschieden, nach Brasilien auszuwandern, meinen Lebensmittelpunkt von Deutschland nach Brasilien zu verlagern. Ich habe mir einfach diese Freiheit genommen. Wobei auch das nicht so einfach läuft, wie es zunächst den Anschein hatte.

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Rückblick: Als Quereinsteiger und Vertretungslehrer an einer Berliner Grundschule

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Lehrer zu sein ist ein anspruchs- und verantwortungsvoller Job – jedenfalls, wenn man ihn gewissenhaft und engagiert angehen will. Er kostet viel Zeit und viel Nerven.

Ich hatte das Vergnügen, ihn eineinhalb Jahre als Quereinsteiger und Vertretungslehrer an zwei Berliner Grundschulen auszuüben.

Das ist nicht besonders lang, werden Sie vielleicht einwenden. Aber – ehrlich gestanden – es hat gereicht, um einen praxisnahen Eindruck zu gewinnen. Welcher Journalist verbringt sonst schon so viel Zeit an einem Ort, über den er berichten will? „Rückblick: Als Quereinsteiger und Vertretungslehrer an einer Berliner Grundschule“ weiterlesen

Wie ich mich in Brasilien gegen Gelbfieber impfen ließ

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Mit aktuell 88 bestätigten Erkrankungen und 40 Todesfällen (Stand 26.01.2017 abends) erfährt Brasilien derzeit die höchste Anzahl von Gelbfieber-Infektionen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980. Vor allem der Bundesstaat Minas Gerais, in dem ich mich befinde, ist davon betroffen. Im dritten Anlauf habe ich es heute geschafft, mich gegen Gelbfieber impfen zu lassen. „Wie ich mich in Brasilien gegen Gelbfieber impfen ließ“ weiterlesen

Brief aus Brasilien – Der neue Nationalismus und seine Schreihälse

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Je länger ich in Brasilien bin (seit dem 12. Dezember 2016), desto fremder wirken all diese Sorgen, Debatten und Diskussionen, die in Deutschland und anderswo geführt werden, auf mich. Björn Höcke, AfD, Flüchtlinge, Merkel, Terroranschlag, Trump, Brexit etc. – die Medien, die Menschen auf Facebook, Twitter und Co. befinden sich offenbar in einem Dauererregungszustand. In dem befinde ich mich auch, aber der ist eher auf die Attraktivität mancher brasilianischer Frauen zurückzuführen…(hahaha) „Brief aus Brasilien – Der neue Nationalismus und seine Schreihälse“ weiterlesen

Neujahrsgrüße aus Brasilien

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Von wegen Finale! Jetzt geht’s erst richtig los! Sende euch die besten Wünsche aus Brasilien, wo ich mich seit dem 12. Dezember befinde – mit offenem Ende. Bin gekommen, um mir einen Lebenstraum zu erfüllen und das Abenteuer meines Lebens zu unternehmen.

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Finale

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Es ist vollbracht. Deutschland hat die WM 2014 gewonnen. Das DFB-Team unter Joachim (Jogi) Löw ist Weltmeister geworden. In Brasilien. In Rio de Janeiro. Im legendären Maracanã-Stadion. Mit einem Tor von Mario Götze in der 113. Minute gegen eine starke argentinische Mannschaft. Parabéns! Und auch dieses Blog kommt damit zu seinem wohlverdienten Ende. „Finale“ weiterlesen

A Vergonha

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Dieses Wort ist zur Zeit in aller Munde: Vergonha (sprich: Wergónnja). Um die Bedeutung dieses portugiesischen Wortes zu ermessen, braucht man sich nur das Auftreten der brasilianischen Seleção anzuschauen. Das 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland war ein Schlag in die Magengrube. Aber mit dem 0:3 gegen die Niederlande im Spiel um Platz 3 (Kleines Finale) hat die noch bis vor Kurzem hoch favorisierte brasilianische Nationalmannschaft komplett die Karten gelegt bekommen. Die Peinlichkeit, Blamage, Schande könnte vollständiger nicht sein. „A Vergonha“ weiterlesen

Mineirãonaço!

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Was für ein Spiel! Im Halbfinale der Fussball-WM 2014 in Brasilien schlug die deutsche Nationalmannschaft im Mineirão-Stadion von Belo Horizonte die brasilianische Seleção mit 7:1 Toren! Gastgeber Brasilien ist mit Pauken und Trompeten aus dem Turnier geschossen worden. Die Niederlage übertrifft alles bisher Dagewesene. In Anlehnung an die Schmach von 1950, das als Maracanaço in die Fussballgeschichte einging, muss man nun von einem Mineirãonaço sprechen. „Mineirãonaço!“ weiterlesen