Das Supertalent: Die Finalisten

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Die zehn Finalisten für „Das Supertalent“ bei RTL für kommenden Samstag stehen fest: Die Zuschauer wählten Miroslav Zilka, Jörg Perreten, Leo Rojas und Mark Ashley. Die Jury entschied sich für Oleksandr Yenivatov.

Im ersten Halbfinale am 3. Dezember waren es vor allem die Musiker und Sänger, die glänzten und vom Publikum gewählt wurden: Der sechsjährige Pianist Ricky Kam, die italienische Opernsängerin Desire Capaldo, der blonde Kindergärtner Julian Pecher sowie Sven Müller, der bis zum Casting noch nie vor anderen Menschen aufgetreten war. Der gehbehinderte Artist Dergin Tokmak bekam von der Jury das Ticket für’s Finale.

Im zweiten Halbfinale waren es mehr die Artisten, die überzeugten. Immer wieder unglaublich und sensationell sind die Auftritte von Stevie Starr, der alle möglichen Gegenstände verschluckt und sie in seinem Bauch oder Magen oder wo auch immer zusammen oder auseinander bringt und sie dann wieder ausspuckt.

Nicht weniger unglaublich waren die Verrenkungen von Oleksandr Yenivatov aus Frankreich.

Die Illusionisten Sos und Victoria beeindruckten mit ihrer Show „Quick Change“, in der Victoria in Sekundenschnelle ihre Kostüme wechselt. Diesmal wurde als Höhepunkt auch noch Jurorin Sylvie van der Vaart verwandelt.

Sehr unterhaltsam, präzise und gekonnt waren die Tanzeinlagen von Miroslav Zilka,  überzeugend der Auftritt von Sebastian Stamm. Der hauptberufliche Verkäufer vollführt wahre Kunststücke an der Stange.

Von den Musikern vermochte der Schweizer Punk Jörg Perreten am Klavier noch am meisten das Auditorium zu berühren.

Am unterhaltsamsten war sicherlich der Auftritt von Mark Ashley, dem wohl schwulsten und größten Fan von Dieter Bohlen, dessen „You’re my heart, you’re my soul“ er intonierte. Und zwar so gut, dass Bohlen schon Ex-Kompagnon Thomas Anders im Geiste vor sich sah.

Einige Musiker im 2. Halbfinale haben mit einem schweren bis tragischen Schicksal zu kämpfen.

Die 13-jährige Marlene Wenzig leidet an Mukoviszidose. Sie sang „Valerie“ von Amy Winehouse und man konnte die Nervosität in ihrer Stimme vernehmen. Es war wohl der falsche Titel für die kleine Rockröhre.

Die fast blinde Leonie Neubert hatte auch nicht ihren besten Tag und konnte mir ihrer Opern-Arie den Juror Dieter Bohlen nicht überzeugen.

Der 13-jährige Lukas Mattioli wurde bisher von Mitschülern gemobbt, bekam aber schon beim Casting vom „Pop-Titan“ attestiert, Talent zu haben. Das konnte er mit seinem Halbfinaltitel allerdings nicht optimal zur Geltung bringen.

Piero Esteriore hatte früher schonmal eine Sängerkarriere begonnen, die aber jäh endete. „Das Supertalent“ war also seine zweite Chance. Doch dieser Auftritt war weniger überzeugend als beim Casting.

Ein Gewinner ist in jedem Fall Leo Rojas. Nach seinem Panflöten-Auftritt wurde der Südamerikaner damit überrascht, dass er seine Mutter in die Arme schließen konnte, die er seit sieben Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Ein großes Lob gilt der Regie und den Bühnenbildnern, die es wirklich verstehen, die Künstler bestmöglich in Szene zu setzen.

Ob Motsi Mabuse in der nächsten Staffel noch in der Jury sitzt, möchte ich bezweifeln. Manchmal muss man sich über ihre Einschätzungen schon sehr wundern. Und es ist nicht zu übersehen, dass Ober-Juror Dieter Bohlen nicht all zu große Sympathien für sie hegt. Er tuschelt immer wieder mit Sylvie, aber Motsi lässt er links bzw. rechts liegen.

Immer wieder aussergewöhnlich: Das Supertalent auf RTL

Musikvideo: Cuidado com amigo da onça (Vorsicht vor falschen Freunden)

3 Gedanken zu „Das Supertalent: Die Finalisten“

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