Lass uns gehen (Revolverheld)

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Ach ja, das Meer…- es übt auch auf mich eine ungeheure Anziehungskraft aus, wie ein gigantischer Magnet. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich als Kind von meinem dritten bis achten Lebensjahr an der baskischen Küste im Norden Spaniens aufgewachsen bin. Aber diese Sehnsucht empfinden ja auch Menschen, die nie am Meer gelebt haben. Das Rauschen der Wellen, die Weite des Horizonts, der Sternenhimmel darüber, die Gezeiten, der Mond, die Sonne…all das versetzt einen in eine andere Sphäre.

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Au revoir – Heute vor zwei Jahren wäre mein Todestag gewesen

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Gestorben wäre ich an einem Wasserfall mitten im Hinterland von Minas Gerais in Brasilien. Es war der vorletzte Tag unserer dreiwöchigen Ferien, die ich zusammen mit meinen beiden deutsch-brasilianischen Kindern in Brasilien verbracht hatte. Wir waren zusammen mit der Frau und dem Sohn eines Onkels aus Belo Horizonte über’s Wochenende auf’s Land gefahren, wo sie ein Haus und Grundstück besitzen.

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Dieser Weg – Lula, Brasilien, Bolsonaro

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…wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer…ein Song von meinem hoch verehrten südafrikanisch-indisch-irisch-deutschem Musiker Xavier Naidoo. Ein Song, der bei der WM 2006 in Deutschland Furore machte und zum Soundtrack der Mannschaft in der Kabine und auf dem Weg ins Stadion gehörte.

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Entschleunigung und Nachhaltigkeit sind das Gebot der Stunde!

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„Esquenta não!“, sagen die Brasilianer, wenn eine Diskussion aus dem Ruder zu laufen beginnt. „Erhitze dich nicht!“ Komm wieder runter! Wir wollen keinen Stress! Denn wenn sich Brasilianer erhitzen, kann’s schmerzhaft enden…Es ist nicht einfach, sich in unserer Zeit auf das Wesentliche zu beschränken angesichts der unzähligen Bilder, Informationen und Eindrücke, die ununterbrochen auf uns einprasseln – teils gewollt, größtenteils aber ungewollt. Umso wohltuender ist es, von dem ganzen Lärm um Nichts abzuschalten, sich zurückzuziehen und alles von weit entfernter Warte zu betrachten.

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Mondfinsternis in Taquari

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Bin immer noch ganz benommen und in den Bann gezogen von dem phantastischen Ereignis der vergangenen Nacht, in der sich ein für dieses Jahrhundert einmaliges astronomisches Ereignis vollzog. Eine totale Mondfinsternis, die mit 103 Minuten eine für dieses Jahrhundert einzigartige Dauer aufwies. Zeitgleich befand sich der Mars auf seiner eliptischen Bahn genau auf einer Linie mit Sonne, Mond und Erde. Insgesamt sprechen die Wissenschaftler von vier astronomischen Großereignissen in einer einzigen Nacht. Es war klar, dass dieses Event unter den bestmöglichen verfügbaren Umständen gewürdigt werden musste. Es konnte unter den gegebenen Umständen keinen besseren Ort geben als den Strand von Taquari, meiner neuen Heimat in der Region von Paraty, wo ich seit Januar lebe.

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Die Esotherikerin

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Man hört nie auf, einen anderen Menschen kennenzulernen. Und je länger man ihn/sie kennt, desto größer können die Wendungen und Umwälzungen sein. Eben dies habe ich jetzt mit meiner drei Jahre älteren Schwester erlebt. „Die Esotherikerin“ weiterlesen

Beispiel für dreiwöchiges Reiseprogramm rund um Paraty in Brasilien

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Paraty liegt zwischen Rio de Janeiro und São Paulo an der Küste und bietet eine ungeheure Vielfalt an Stränden, Wasserfällen, Inseln, Events und Ausgehmöglichkeiten. Es ist nicht möglich, ein festes Programm zu erstellen, da stets die aktuellen Wetterverhältnisse beachtet werden müssen sowie jede Gruppe unterschiedliche Bedürfnisse hat, auf die ganz individuell eingegangen wird. Als Beispiel dient im Folgenden das Programm, das ich mit meiner Mutter (79) und Schwester (54) aus Deutschland absolviert habe.

Tag 1:

Ankunft in São Paulo, Abholung am internationalen Flughafen Guarulhos. Autofahrt nach Paraty (ca. 5 Stunden).

Abendessen in Restaurant mit lokaler Küche in Paraty. Bezug der Wohnung/Zimmer im Nachbarort Taquari. Geselliges Beisammensein, Einführung in einige Grundregeln, die es in Brasilien zu beachten gilt.

Tag 2:

Zu Fuß erkunden wir die lokale Umgebung von Taquari (Strand, Flüsse).

Tag 3:

Autofahrt nach Paraty.  Stadtstrand von Jabaquara und historische Altstadt erlaufen. Besuch eines ortsansässigen Musikers.

Auf Rückfahrt nach Taquari Zwischenstopp in Restaurant mit wunderbarem Panoramablick auf Küste, kurze Wanderung zum angeschlossenen Strand.

Tag 4:

Zusammen mit einem Einheimischen Wanderung zur Cachoeira da Usina in Taquari, wo Szenen des Vampirfilms Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht der Twilight Saga gedreht wurden. Mittagessen in einem örtlichen Restaurant.

Tag 5:

Autofahrt und kleine Wanderung zu den Wasserfällen und Badestellen Poço da Laje und Cachoeira das Andorinhas.

Tag 6:

Frühstück im Haus meines deutschen Nachbarn mit tollem Panaroma-Ausblick. Offroad-Autofahrt zum Rio Pequeno und Wanderung zu Wasserfällen und natürlichen Badestellen.

Tag 7:

Autofahrt zum Strand von Tarituba, Chillen und Essen in Strandbar eines Freundes.

Tag 8:

Autofahrt nach Paraty/Zentrum. Tag zur eigenen Verfügung. Abends Besuch eines lokalen Musikfestivals mit Wettbewerb verschiedener Gruppen aus ganz Brasilien.

Tag 9:

Offroadfahrt nach Rio Pequeno und lange, anspruchsvolle Wanderung, um mit lokalem Guide die höher gelegenen, kaum bekannten Wasserfälle zu erkunden.

Tag 10:

Besuch eines benachbarten Campingplatzes in Taquari, der von befreundetem Paar betrieben wird. Nachmittags Besuch des Finales des Musikwettbewerbs in Altstadt von Paraty mit anschließender Party. Mit einem befreundeten Preisträger Abendessen beim besten Italiener der Stadt.

Tag 11:

Offroadfahrt zur Cachoeira das Sete Quedas mit zahlreichen Naturschwimmbecken und Hydromassagen. Mittagessen mit lokaler Küche. Überraschungsbesuch einer großen Affenfamilie, die uns aus der Hand frisst. Auf Rückfahrt Zwischenstopp in Brennerei Pedra Branca. Degustation diverser Cachaça-Sorten. Autofahrt zur Cachoeira do Tobogã mit natürlicher Wasserrutsche und zum Poço do Tarzan. Wer mutig ist, springt vom Felsen in die Tiefe…

Tag 12:

Autofahrt zum Strand São Gonçalo. Wanderung am Strand. Übersetzen per Motorboot zur Insel Ilha do Pelado, Mittagessen in der Bar da Bete. Schwimmen, Schnorcheln. Auf Rückfahrt Zwischenstopp in Siedlung von Pataxó-Indianern in Iriri. Besuch des lokalen Wasserfalls, Sichtung zahlreicher Kolibris und Gelegenheit zum Kauf von indigenem Kunsthandwerk.

Tag 13:

Autofahrt nach Trindade, lange Wanderung an den Stränden inmitten des Naturschutzgebietes entlang und durch den Regenwald bis zum Naturschwimmbad von Caixa D’Aço. Mittagessen in Strandbar.

Tag 14:

Zur freien Verfügung. Abendessen in Thai-Restaurant in Altstadt von Paraty, das von einer Deutschen geführt wird.

Tag 15:

Wanderung zum Naturschwimmbecken Caixote in Taquari. Mutige springen vom Felsen in das Becken hinein.

Tag 16: Ruhetag.

Tag 17:

Autofahrt zur Praia Grande und kleine Wanderung zum Strand Prainha. Mittagessen in einem lokalen Restaurant mit grandiosem Panoramablick. Zurück in Taquari Wanderung zum nahegelegenen Fluss und erneut zum Naturschwimmbecken Caixote.

Tag 18:

Offroadfahrt nach Paraty-Mirim. Bootsfahrt in den fjordähnlichen Saco de Mamanguá mit Aufenthalt am Strand Cruzeiro. Für sportliche Leute bietet sich die Gelegenheit, den 425 m hohen Pão de Açucar (Zuckerhut) hinaufzusteigen. Sehr anstrengend, zur Belohnung gibt es aber ein grandioses Panorama. Baden, schnorcheln, sonnen am Strand. Mittagessen in lokaler Gaststätte. Vorbeifahrt an Haus, in dem Szenen aus der Twilight Saga gedreht wurden. Sichtung von Meeresschildkröten.

Tag 19: Eigenständiger, erneuter Besuch der Ilha do Pelado.

Tag 20:

Besuch bei deutschem Nachbarn, um Abschied zu nehmen. Wanderung am Strand Iriri, erneuter Besuch der Indianersiedlung mit angeschlossenem Wasserfall. Zimmer räumen.

Abends Transfer zum Busbahnhof von Paraty, wo meine Gäste den Bus nach São Paulo nehmen. Sie sind inzwischen vertraut genug mit Brasilien, um dort selbständig in den Shuttle-Bus zum Flughafen Guarulhos umzusteigen.

Ende

Kontakt: parabenstv 〈at〉gmail.com, +55 (15) 99614-0939 (WhatsApp)

Handreichungen für’s Paradies auf Erden

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Ich habe für mich mein Paradies auf Erden gefunden: In der Nähe von Paraty in Brasilien. Atemberaubende Natur, hilfsbereite, freundliche, lebensfrohe, dankbare Menschen. Doch es ist „nur“ ein Paradies auf Erden und daher mit einigen kleinen Macken versehen. Nach Empfang und Betreuung meiner ersten Gäste aus Deutschland will ich daher im Folgenden ein paar wichtige Handreichungen geben. „Handreichungen für’s Paradies auf Erden“ weiterlesen

Brazil For Ever! Brasilien für immer!

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Wie ich sehe, ist es eine ganze Weile her, dass ich zuletzt etwas auf meinem Blog veröffentlicht habe. Vielen dürfte das zwar ziemlich wurscht sein, aber um die geht es mir ohnehin nicht. Es gibt Gott sei Dank ein paar Leute da draußen, die mit großem Interesse verfolgen, was ich hier in Brasilien tue. Und ich muss gestehen, dass seit meiner Ankunft Ende November in Belo Horizonte so viel passiert ist, dass es mir schlicht unmöglich ist, schreibend mitzuhalten. Ich bin schon froh, wenn ich es zeitnah schaffe, meine Fotos und Videos zu posten, auf Facebook oder Twitter. Für anderes blieb keine Zeit. Hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse:

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Heimat, die ich meine

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Der Begriff Heimat ist dieser Tage wieder in aller Munde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach darüber beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit. Er sagte, „wir“ (Nicht-AfD-Wähler) sollten den Begriff der Heimat nicht den Rechten überlassen. Womit er recht hat. Denn der Heimatbegriff der sogenannten Rechten ist doch ziemlich engstirnig. Gerade ihr Heimatbegriff und ihre Vorstellung einer „deutschen Leitkultur“ belegt, wie engstirnig, eingleisig sie unterwegs sind. Heimat ist etwas viel Komplexeres, wenn man ein Kind der heutigen Zeit ist.

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