Confederations Cup 2013: Point of no return

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Auf einer Pressekonferenz in São Paulo hat die FIFA die sechs Austragungsorte für den Confed Cup im kommenden Jahr in Brasilien bestätigt. Es gebe keinen Plan B, erklärte FIFA-Sprecher Walter de Gregorio.

Somit sind neben Belo Horizonte, Brasília, Fortaleza und Rio de Janeiro auch die Wackelkandidaten Recife und Salvador bestätigt, trotz der Verzögerungen bei den Stadionbauten und Infrastrukturmaßnahmen.

Brasilien wird die Auflage der FIFA nicht erfüllen, alle sechs Stadien ein halbes Jahr vor Beginn des Konföderationenpokals (15. – 30. Juni 2013) zu übergeben. Nur die Stadien in Belo Horizonte und Fortaleza werden bis Jahresende aller Voraussicht nach fertig sein.

Daher haben FIFA, das Lokale Organisationskomitee COL und die Politik den 15. April 2013 als letzten Stichtag festgelegt. Bis dahin müssen in den Stadien zumindest zwei Testveranstaltungen organisiert worden sein, mit denen die Abläufe eingeübt werden können.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 3. Dezember, zwei Tage nach der Auslosung der Gruppenspiele in São Paulo. Karten können ausschließlich über das Portal der Fifa erworben werden.

Ausschließlich für Brasilianer wird es Karten der Kategorie 4 geben. Nur in dieser Kategorie können Rentner, Studenten und Behinderte Tickets zum halben Preis erwerben.

Die Preise reichen von R$ 28,50 bis R$ 418. Nicht-Brasilianer erwerben die Tickets in US-Dollar, wobei die FIFA einen Wechselkurs von R$ 1,90 zugrunde legt.

Damit Brasilianer ohne eigenen Internet-Zugang auch Tickets kaufen können, werden an öffentlichen Schulen Computer dafür zur Verfügung gestellt.

Der für den Ticket-Verkauf zuständige FIFA-Mann Thierry Weil ließ auf der live gestreamten Pressekonferenz erkennen, vor welche Probleme die Verzögerungen beim Stadionbau den Fussballverband stellen. Schließlich müssten die einzelnen Tickets dem jeweiligen Sitzplatz zugeordnet werden. Wenn ein Stadion aber mit Beginn des Vorverkaufs noch gar nicht fertig ist, wird das schwierig.

Sowohl die FIFA-Vertreter Weil und de Gregorio als auch Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo und CBF-Präsident Jose Maria Marin machten deutlich, wie eng der Zeitplan nun ist. Es dürfe nicht einen Tag Verzögerung mehr geben, erklärte Weil.

Sportminister Rebelo und CBF-Präsident Marin betonten, wie wichtig der Confed Cup und die WM 2014 für Brasilien sind.  Sie seien eine große Gelegenheit, sich der Welt als ein Land zu präsentieren, das in der Lage ist, solche Großevents zu organisieren.

„Brasilien ist nicht das Land der Zukunft. Brasilien ist das Land der Gegenwart“, erklärte CBF-Präsident Marin. Brasilien sei nicht nur fünfmaliger Fussball-Weltmeister, sondern auch Weltmeister der Gastfreundschaft und der menschlichen Wärme.

Bemerkenswert, dass aus brasilianischem Munde nicht mehr von „der besten WM aller Zeiten“ gesprochen wurde. Marin sprach nur noch von „einer der besten Weltmeisterschaften„. Es scheint, die Verantwortlichen landen allmählich auf dem Boden der Tatsachen…

Ein Video vom Regierungsportal zur Fussball-WM zeigt den letzten Stand der Bauarbeiten:

Portal: Recife und Salvador bleiben Austragungsorte des Confed Cup

FIFA-Valcke stellt Austragungsorte für Confed Cup in Frage

4 Gedanken zu „Confederations Cup 2013: Point of no return“

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