Alea iacta est

Wie ich gerade sehe, war mein letzter (veröffentlichter) Blogpost vom 16. März! Das ist dreieinhalb Monate her! Und sagt eigentlich schon alles: Es hat sich meiner in den vergangenen Wochen eine Müdigkeit und Fatigue bemächtigt, überhaupt noch längere Artikel zu schreiben und zu bloggen. Ich habe schon länger das Gefühl, es sei eigentlich alles gesagt, was zu sagen ist. Das Meiste und Aktuellste tweete ich ohnehin auf Twitter. Aber auch da vergeht mir zunehmend die Lust. Und so habe ich beschlossen, dass dies bis auf Widerruf oder immer mein letzter Blogpost sein soll, und auch sonst meine Social-Media-Aktivitäten, wenn nicht zu beenden, so doch erheblich einzuschränken.

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Gut und Böse – Ein Jahr Corona-P(l)andemie und kein Ende

Es ist das menschliche Dauerthema schlechthin und es gibt keine andere Gattung auf diesem Planeten (und womöglich dem ganzen Universum), die sich darum einen solchen Kopf macht und nicht nur Debatten, sondern gar Kriege darüber führt: um die Frage, ob etwas „gut“ oder „böse“ ist? Wer „die Guten“ und wer „die Bösen“ sind! „Gut und Böse – Ein Jahr Corona-P(l)andemie und kein Ende“ weiterlesen

Wenn es Gott wirklich gibt…

…dann hat alles, was geschieht, seinen Sinn. Und am Ende wird alles gut. Wie auch immer man das definiert (was Gott „gut“ findet und was der Mensch „gut“ findet, muss nicht zwangsläufig dasselbe sein…). Das ist das Geheimnis meines Gottvertrauens.

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Kollektivschuld – Kollektivchance

Als Deutscher, der im Vor-März der internationalen Studentenrevolten von 1968 geboren wurde, welche ihren Eltern der Kriegsgeneration die pseudo-tugendhafte Maske vom Gesicht riss, war die freiwillige bis unfreiwillige Auseinandersetzung mit der Hitler-Ära erste Bürgerpflicht. Uns allen wurde eingetrichtert, dass Rassismus, Nationalismus, Faschismus, Antisemitismus Teufelszeug sind und wir Deutsche die Letzten sind, die international gegenüber anderen auftrump-fen können. Solcherart mit einem kollektiven Büßerhemd ausgestattet, war eine der am heißesten diskutierten Fragen die der deutschen Kollektivschuld. Gibt es so etwas wie eine Kollektivschuld? Oder ist Schuld nicht doch immer etwas rein Individuelles?
Die Art und Weise, wie Länder weltweit auf die Covid-Pandemie reagiert haben, insbesondere Deutschland, liefert eine Antwort auf diese Frage.

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Abschied nehmen

Das Jahr 2020 war vor dem Hintergrund der Covid-Pandemie für unzählige Menschen ein sehr schwieriges, trauriges, existenzbedrohendes und herausforderndes Jahr. Ich persönlich habe trotz finanzieller Einbußen dank meiner Lebensumstände alles in allem ein wunderbares Jahr ohne allzu große Einschränkungen gehabt.  Doch zum Jahresende bekam ich doch noch zwei Schläge in die Magengrube: Anfang November sah ich mich gezwungen, meine erst fünf Monate währende euphorische Liebesbeziehung zu einer Brasilianerin zu beenden, gestern starb plötzlich und unerwartet mein innig geliebter Hund. Und lässt mich in ein Liebes-Vakuum fallen, das mein Herz zerreißen will … „Abschied nehmen“ weiterlesen

Die Fahrt durch den Tunnel

Für Soziologen, Massen-Psychologen, Ökonomen und sonstigen wachen Zeitgeister wird das Jahr 2020 bis weit in die Zukunft hinaus eine wahre Fundgrube an Daten und Erkenntnissen über Massen-Phänomene, -Psychosen und -Dynamiken bieten. Und das in einem der modernen Technologie geschuldeten rasenden Tempo, dass einem geradezu die Spucke wegbleibt. Die Art und Weise, wie sich Die Welt von Gestern (v.or C.orona) gerade in ihre Bestandteile zerlegt, ist atemberaubend. Und leider auch garnicht mehr aufzuhalten. Der Untergang ist besiegelt. Es wird ein Weiter So! nicht geben. Alles wird anders.

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Die Illusion der Freiheit

Das Jahr 2020 hat selbst mir, der schon 53 Jahre als ist und vieles konkret erlebt und gemacht hat, völlig unerwartete Einsichten und Erkenntnisse gebracht. Die wohl einschneidendste: die allseits gepriesene und gepredigte „Freiheit“ ist eine Illusion, ein kollektives Konstrukt, dem wir alle auf den Leim gegangen sind.

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Fake News – Schein und Sein

Der Begriff „Fake News“ hat alle Chancen, zum Top-Favorit der Unwörter des Jahrzehnts 2010-2020 zu werden. Denn in ihm konzentriert sich wie in einem Brennglas alles, was sich in der Medienbranche und der Veröffentlichten Meinung über all die Jahre zugetragen hat…

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Deutschland im November 2020 – Ein Nachruf

Deutschland und die Welt haben sich in diesem Jahr 2020 auf eine so radikale Weise verändert, dass es mir wie vielen anderen eigentlich die Sprache verschlägt! Bei aller Bedrohung, die ich schon früh am Horizont erkannte (spätestens ab der Lehman-Pleite), hätte ich nie ein solch monströses und satanisches Werk für möglich gehalten, wie es sich gerade vor unser aller Augen abspielt. Es übertrifft alles, was ich mir persönlich je hätte ausmalen können oder wollen, weil es alle bisherigen Limits des Vorstellungsvermögens um ein Vielfaches übertrifft.

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Die Deutschen und ihr Mainstream

Ich bin 53 Jahre alt und habe die meiste Zeit meines Lebens gemäß Stammbaum als denkbar deutschester Deutscher aller Deutschen in Deutschland gelebt. Meine Herkunft, Begabungen und die Umstände  brachten es mit sich, dass ich Land und Leute aus nahezu allen gesellschaftsrelevanten Perspektiven erleben und kennenlernen durfte, von der Bildung und Kultur und Gastronomie und Landschaft und Geschichte über das Gesundheitssystem, die Wirtschaft, die Medienbranche bis hinein in Lokal-, Landes- und Bundespolitik. Schon immer habe ich dieses gesamtgesellschaftliche Potpourri als sehr anstrengend empfunden. Und mit dem Abstand, den ich nach inzwischen über zweieinhalb Jahren ununterbrochen in Brasilien Lebender habe, umso mehr.

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