Zwischenbilanz von Rock in Rio

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Das erste Wochenende des Mega-Festivals Rock in Rio ist über die Bühne gegangen. Medien und Organisatoren ziehen eine Zwischenbilanz.

Insgesamt rund 300.000 Musikfans haben die Konzerte auf dem Festival-Gelände in Rio de Janeiro vom vergangenen Freitag bis Sonntag besucht – die Karten waren schon vor Wochen ausverkauft. Weltweit konnten Internet-Nutzer das Musik-Ereignis per YouTube live mitverfolgen und per Twitter live kommentieren. Am kommenden Donnerstag geht es ins Finale mit vier weiteren Tagen voller Musikprogramm.

Zu den bisher aufgetretenen Künstlern gehören so namhafte internationale Musik-Acts wie Rihanna, Katy Perry, Elton John, Red Hot Chili Peppers und Metallica.

Am kommenden Wochenende stehen unter anderem Stevie Wonder, Jamiroquai, Ke$ha, Lenny Kravitz, Shakira, Coldplay, Maroon 5 sowie Guns’N Roses auf dem Programm.

Alles in allem scheint eigentlich alles recht gut gelaufen zu sein. Dennoch sehen die Organisatoren Verbesserungsbedarf für das kommende Wochenende.

Thema Sicherheit: Am ersten Wochenende registrierte die Polizei laut Globo.com 573 Fälle von Diebstahl bzw. Verlust wichtiger Dokumente und Handys. Elf Menschen wurden festgenommen, sechs davon, weil sie gefälschte Eintrittskarten verkauft hätten. Für das kommende Wochenende sollen die Sicherheitskräfte daher nochmal verstärkt werden.

Thema Sauberkeit: Auf dem riesigen Festival-Areal musste nach den Konzerten tonnenweise Müll weggeschafft werden, den die Festival-Besucher einfach auf den Boden fallen ließen – die zahlreichen Mülleimer dagegen blieben leer. Die Organisatoren beklagen mangelnden Kooperationswillen beim Publikum.

Thema Versorgung: Viele Besucher beklagten auf Twitter die langen Schlangen vor den Essens- und Getränke-Ständen und dass es nicht erlaubt war, wenigstens eine Flasche Wasser mit auf’s Gelände zu nehmen. Etliche Festival-Besucher litten an Dehydrierung. In den sechs auf dem Gelände verteilten Sanitäts-Stationen wurden am ersten Wochenende insgesamt 3373 Menschen behandelt.

Thema Verkehr: Vor allem am ersten Festivaltag brach der Verkehr in Rio komplett zusammen. Medienberichten zufolge verlief der Rücktransport der Festivalbesucher im Morgengrauen mit Sonderbussen chaotisch.

Inwieweit die Organisatoren hier noch für Verbesserungen sorgen können, wird sich zeigen. Trotz vereinzelter Kritik auch an der Programm-Zusammenstellung und der Verteilung der Acts auf die Haupt- und Nebenbühne – insgesamt hat der absolute Großteil der Teilnehmer das Festival genossen.

Für Rio ist Rock in Rio eine gute Erfahrung auf dem Weg zur Fussball-WM 2014 in Brasilien und die Olympischen Spiele in Rio 2016. Schließlich gilt es auch dann, die erwarteten großen Besucheranstürme zu handeln.

Mega-Festival Rock in Rio beginnt heute

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