Wird „Ai Se Eu Te Pego“ von Michel Teló verboten?

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Drei brasilianische Studentinnen haben im Bundesstaat Paraíba einen Prozess um die Urheberrechte an dem Hit Ai Se Eu Te Pego (Nossa Nossa) angestrengt, mit dem der Sänger Michel Teló derzeit weltweite Erfolge feiert. Sie fordern ihren Anteil an den erzielten Einnahmen.

Wie die brasilianische Zeitschrift Veja berichtet, hat der Richter am 3. Bezirksgericht von João Pessoa das Einfrieren der  bisher angelaufenen Gewinne angeordnet.

Die drei Studentinnen können mit Videos offenbar glaubwürdig belegen, dass der Refrain des Liedes 2006 während einer Reise von sieben Freundinnen nach Disneyland in den USA entstanden ist. Eines der Mädchen habe sich in einen der Reiseführer verliebt, aber wenig Aussicht auf Erfolg gesehen. So hätten die Zimmergenossinen aus Spaß den berühmten Refrain erfunden, „Ach, wenn ich dich kriege“.

Zwei Jahre später reisten die Mädchen bzw. einige von ihnen nach Porto Seguro (Bahia), wo die dort tätige Sängerin Sharon Acioly in der Strand-Disco Axé Moi auf sie aufmerksam wurde. Die Mädchen wurden auf die Bühne gebeten, um den Leuten ihren Tanz und Refrain vorzuführen.

Miguel de Farias Cascudo, Anwalt der Klägerinnen, sagte laut Veja: „Sharon hat gar nichts geschaffen. Es gibt nicht ein Komma, nicht einen Punkt, den sie kreiert hat.“

Sharon Acioly firmiert aber derzeit offiziell als Autorin des Refrains und Antônio Dyggs als Autor vom Rest.

Sollten die Klägerinnen Recht bekommen, würde der zwischen Teló und Acioly geschlossene Vertrag ungültig und Teló die Aufführung des Liedes untersagt werden können, so Veja.

Das wäre nicht das Schlimmste, so der Tenor der brasilianischen Kommentare im Internet. So wäre man den ungeliebten Ohrwurm endlich los. Ein anderer schrieb, ein so großer Song wie die Bohemian Rhapsody von Queen habe nur einen genialen Autor, nämlich Freddie Mercury. Aber ein so banales Werk wie Ai Se Eu Te Pego benötige gleich vier Autorinnen…

Acioly gesteht drei der jungen Frauen eine Mitautorenschaft durchaus zu und soll mit ihnen schon vorher eine Vereinbarung getroffen haben. Sie beteuert aber, die jetzt klagenden Drei nicht zu kennen. Die Siebte hält sich dem Bericht zufolge ganz aus der Sache raus.

Auf ihrem Facebook-Profil beklagte Acioly heute laut Veja:

Ich habe einen Funk gemacht, der von einem Gekreisch inspiriert war, das drei Mädchen aus Paraíba anstimmten, die Urlaub in Porto Seguro machten. Mein Partner Dyggs kam später dazu und hat daraus einen Forró gemacht. Teló machte einen Country-Song daraus und das Ding schlug ein wie eine Bombe!! Nun will alle Welt ein Stück von der Million abhaben…

Ein Virus geht um: Michel Teló mit Ai Se Eu Te Pego (Nossa Nossa)

 

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