Veränderung – #Change

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Es ist viel von Veränderung die Rede in diesen Tagen. Besonders das Thema #ClimateChange hat es dank der streikenden Schüler in den letzten Wochen an die Spitze der (blauen) Bewegung geschafft. Zurecht! Die Fakten sprechen für sich. Es gibt keinen Zweifel, dass wir vor einer existenziellen Zeitenwende stehen. Da kann man vor Schreck erstarren oder es verdrängen oder vor Angst und Sorge in sich zusammenbrechen – oder vor Freude in die Luft springen und mit ausgebreiteten Armen hinausschreien: ENDLICH!! HURRA!! Wurde aber auch Zeit!

Ich gehöre ohne Zweifel zu Letzteren! Wer sein Leben nach dem Motto lebt, bloß keine Veränderung!, der hat den Sinn des Lebens noch nicht begriffen.

Wir kennen den Change-Begriff bisher vor allem aus der Welt des Neo-liberalen Managements. Change-Prozesse haben daher aus Sicht von Arbeitnehmern einen eher schalen oder beängstigenden Beigeschmack. Es bedeutete in den letzten Jahrzehnten der Globalisierung nämlich vor allem Rationalisierung! Arbeitsplatzverlust! Arbeitsverdichtung! Für wen? Für ein paar Arschlöcher da oben, die ihren Profit mehren und ihre Gewinne steigern wollen. Auf Kosten der Allgemeinheit!

Change bekommt nun aber eine andere Bedeutung, eine positive! Denn der bevorstehende Wandel soll ja einer sein, der alle mitnimmt und allen zugutekommt. Niemand wird verhungern und den Spaß am Leben verlieren müssen. Im Gegenteil! Die Vision, um die es geht, ist ja eine Welt des friedlichen und verantwortungsvollen Miteinanders, ressourcenkonform.

Gleichwohl sind selbst solche positiven Veränderungsprozesse auf den ersten Blick beängstigend und einschüchternd. Es ist eine schier unübersichtliche Menge an Arbeit, die vor einem liegt, wenn man alles vom Kopf auf die Füße stellen muss.

Unser liebster Zustand ist doch Ruhe und Gelassenheit, die Behaglichkeit und Gemütlichkeit. Veränderung klingt nach Stress…

Beides sind zwei Seiten derselben Medaille und außerdem Grundprinzipien unseres Universums, der Physik, Chemie, der Naturgesetze.

Die Natur ändert sich laufend und passt sich ständig an die Gegebenheiten an, um den Zustand des Equilibriums zu erreichen. Es ist ein großer dynamischer, organischer, lebendiger Prozess, der sich aus sich selbst ernährt, sich selbst regeneriert und über sich hinauswächst. Da muss ich nur in meinen wundervollen Garten und die berauschende Umgebung meines Wohnortes schauen. Es ist mit Händen zu greifen!

Die Natur hat ihre eigene Dynamik. Und wenn man ihr nicht zu sehr in die Suppe spuckt, kann sie kleinere und größere Ungleichgewichte sehr gut alleine wieder in die Balance bringen, ohne sich dabei zu stressen.

Aber wenn sie mit erheblich größeren Ungleichgewichten und Störungen zu tun hat, muss sie zu weit härteren Maßnahmen greifen, die bis hin zur Abschaltung führen können. Wie bei einer Kernschmelze in einem Atomkraftwerk.

Das Universum wird es überleben. Die Erde ist nur ein winziges Kügelchen in der Milchstraße. Der Planet wird sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit – im Verhältnis zum Alter des Universums – wieder regenerieren und eine neue bunte Welt erschaffen.

Allerdings dann ohne uns (oder nur ein paar Überlebenden irgendwo fernab der Metropolen…)

So sieht’s aus. Das ist die gegenwärtige Lage, die nackte Wahrheit.

Katastrophenfilme haben wir im Hollywood-Kino schon genug gesehen.

Diesmal ist es keine Fiktion, sondern Wirklichkeit. Reality TV sozusagen.

Und es liegt ganz bei uns und unseren jetzt zu fällenden Entscheidungen für’s weitere Zusammenleben und Überleben, wie die Geschichte zu Ende geht. Ob es ein Happy End gibt oder ob der Liebe Gott nicht „Es werde Licht!“ sagt, sondern: „Licht aus!“

Wie es der „Zufall“ so will (nichts ist Zufall, by the way), ist die Menschheit ausgerechnet jetzt an einem Wissens- und Technologiestand angekommen, dass wir die Gefahr erkannt und die Mittel und Wege in der Hand haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sie umzusetzen.

Und da uns bekanntlich nicht mehr viel Zeit bleibt, sollten wir jetzt einfach damit anfangen.

Jeder an seinem Ort, in seinem Job, in seiner Familie. Jeder tut, was er kann. Konstruktiv, kooperativ, kreativ, lösungsorientiert. Intelligent. Fortschrittlich. Respektvoll. Gemeinschaftlich. Sozial. Verantwortungsbewusst. Ohne Panik, aber mit klarem Fokus und Entschlossenheit!

Wenn man sich vorstellt, wie eine solche Welt dann wäre, wenn sie Wirklichkeit werden würde, …

Imagine.

Ich denke, es ist einen Versuch wert.

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