Gedanken zum 29. Tag der Deutschen Einheit

Heute vor 29 Jahren trat die DDR der BRD bei – aus Nachkriegs-Klassenfeinden (sozialistisch-kapitalistisch) wurde mit einem Schlag wieder eine Nation, ein Volk mit einer gemeinsamen Regierung. Ich habe diese Wendezeit sehr intensiv und aus nächster Nähe erlebt, da die Familien meiner beiden Elternteile zwischen Ost und West getrennt waren und wir vor wie nach der Wende einen starken familiären Austausch pflegten. In den Sonntagsreden zum heutigen Nationalfeiertag werden wieder einmal das Glück der Stunde und das „Geschenk“ der Einheit gepriesen – und die Probleme zwar angesprochenen, aber eher kleingeredet. Ja, man darf sich freuen. Aber die Augen vor den realen Konflikten zu verschließen, führt auch nicht weiter. Eine persönliche Bestandsaufnahme.

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Familie und andere Katastrophen

Konservative verklären die Familie gern zum einzig wahren und wertvollen Kern der Gesellschaft. Allein daran zeigt sich, wie beschränkt ihr Weltbild ist. Denn niemand sucht sich seine biologische Familie selber aus. Wir alle werden ohne eigenen Willen in die Welt geworfen und müssen dann zusehen, wie wir mit den jeweiligen Gegebenheiten zurechtkommen.

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