Porto Seguro: Auf den Hund gekommen (auch für Kinder geeignet)

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Ja. Es ist verrückt. Ich gebe es zu. Aber ich konnte nicht anders. Ich habe heute meiner lieben Nachbarin Malú eines ihrer Hundebabies abgekauft. Ein braunes mit schwarzen Pfötchen und Musterung. Ich dachte zuerst es sei ein Männchen. Ist aber tatsächlich ein Weibchen.

Als ich heute Vormittag bei Malú vorbeischaute, erfuhr ich zu meinem Schrecken, dass sie vier der verblieben sechs Hundebabies (eins hat vor wenigen Tagen schon ihr guter Freund João mit in sein Zuhause bei der Stadt Vitória mitgenommen) heute weggeben wollte. Zwei sollten bei ihr verbleiben, weil sie schon Freunden oder Bekannten versprochen sind.

Manú hatte den Hundetransportkäfig schon mit den Hundebabies drinnen im Garten auf den Erdboden gestellt. Die Mutter streunte drum herum, weil sie spürte, dass sie ihre Babies wahrscheinlich endgültig aus den Augen verlieren wird.

Das ist traurig, aber auch der Lauf der Dinge. Denn Manú wird in wenigen Tagen für einen Monat verreisen. Ihr Haus wird dann untervermietet sein. Also muss sie die Hundebabies jetzt zügig loswerden. Behalten kann sie sie ohnehin nicht. Sie hat ja schon drei große Hunde. Und die essen viel, das kostet Geld.

Sie ließ die Viererbande, die im Hundetragekäfig eingesperrt war, noch einmal heraus, damit sie herumzustrolchen, mit ihrer Mama oder ihren Geschwistern schmusen konnte.

Eines der Babies kam auf mich zugedackelt und schaute mich mit großen Augen an. Ich nahm es auf den Arm und es kuschelte sich herzerweichend an mich heran und atmete sehr heftig, als hätte es große Angst vor dem was kommen möge.

Ich versuchte das Hundebaby zu beruhigen, aber es ließ nicht nach, sehr heftig zu atmen, zu winseln, sich an mich zu drücken.

Obwohl ich Malú erst wenige Minuten vorher noch mit dem Brustton der Überzeugung gesagt hatte, ich würde ihr leider keines abkaufen können, weil ja keiner wisse, wo das Tier am Ende bleiben würde, konnte ich jetzt nicht anders als Malú zuzurufen, dass ich ihr jetzt doch eins abkaufen würde. 70 Reais verlangte sie nur dafür. Ihre Zwischenhändler, an die sie die anderen drei später abgetreten hat, werden sie für 100 verkaufen.

Für mich war in dem Moment aber alles glasklar. Solange ich in Brasilien bin, ist der Hund bei mir. Wenn ich wieder in Deutschland bin, bleibt er bei Freunden bzw. Familie.

Oder ich nehme ihn mit nach Deutschland, wogegen aber Einiges spricht, z.B. dass unsere Wohnung in Berlin dafür nicht geeignet ist. Und die Überführung ist auch sehr langwierig, schwierig, teuer.

Im schlimmsten Fall müsste ich es an jemanden verkaufen. Aber das dürfte auch nicht so schwer werden…;-)

Wir werden sehen. Es findet sich immer eine Lösung.

Jetzt bleibt die kleine Dame sowieso erst einmal bei ihrer Mama, welche die beste Nahrung für das Baby zu bieten hat, nämlich ihre Muttermilch. Jetzt gibt es sogar mehr Milch für die verbliebenen drei. Und eines der drei ist ein recht mageres und kleines Kerlchen. Der kann auf jeden Fall noch etwas Kraftfutter gebrauchen, bevor er an seinen neuen Besitzer oder Besitzerin geht.

Fotos seht ihr sobald wie möglich auf meiner Facebook-Seite.

Übrigens: Das kleine Hundemädchen hat noch keinen Namen. Vielleicht fällt euch ja einer ein. Die Entscheidung fällen am Ende aber meine beiden Kinder.

Hier ist nochmal das Video, das ich vor wenigen Tagen mit den Hundebabies und ihrer Mama gedreht habe:

Zu Gast bei Freunden

 

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