Mein Freund, der Alk

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Alkoholismus ist eine widerwärtige, zerstörerische Sucht. Ich habe das zweifelhafte Vergnügen, dies seit Jahren am Beispiel eines guten Freundes studieren zu dürfen.

Er ist seit Jahren dem Alkohol verfallen. Es hat lange gedauert, bis er diese Tatsache überhaupt eingestanden hat. Dann dauerte es noch mal so lange, bis er einsah, dass er ohne fremde Hilfe, ohne Therapie nicht davon loskommt.

Inzwischen ist er rund ein Dutzend Mal im LKH zur Entgiftung gewesen, zweimal bekam er sogar eine mehrwöchige Therapie bezahlt. Doch vergebens.

Kaum kehrte er in seine Wohnung zurück, in der er seit Jahren arbeitslos und alleine wohnt, da wurde er wieder von seinen über die Jahre gepflegten Gewohnheiten übermannt: Aufstehen, Fernseher an, Flasche auf. Sein Lebensinhalt, sein Tagesablauf besteht seit Jahren aus fernsehen und trinken.

Mehrmals hatte ich ihm angeboten, nach dem Entzug doch für eine Weile zu uns nach Berlin zu kommen, um nicht jedes Mal sofort wieder rückfällig zu werden. Zweimal hat er es getan, war für jeweils 10 Tage zu Gast. Und es half.

Weil er zuviel Respekt vor meiner Frau und unseren Kindern hatte, um in ihrer Gegenwart zur Flasche zu greifen. Weil er hier nicht einfach rumsitzen darf und kann, sondern es immer etwas zu tun gibt und ich von ihm einforderte, dass er sich nützlich zu machen habe, wenn er schon bei uns wohne.

Er war sehr dankbar dafür. War er beim ersten Besuch noch oft überfordert, so lief es beim zweiten Mal schon erheblich besser. Und mit jedem Tag, den er von der Flasche weg blieb, trat auch immer mehr der gute alte Freund zu Tage, wie ich ihn von früher her kenne: eigensinnig, witzig, schlagfertig, originell, unangepasst.

Doch kaum war er wieder in sein Zuhause im Rheinland zurückgekehrt, da ließ er alle Disziplin fahren und gab dem allerersten Drang nach der Flasche wieder nach.

Kürzlich war er wieder in der „Lala“, wie er das Landeskrankenhaus nennt, um zu entgiften. Doch nach zwei Tagen nahm er reiss aus. Angeblich, weil er sich als Versuchskaninchen für ein neues Medikament missbraucht sah. Später sagte er, weil er den Anblick all dieser fertigen Gestalten, die sich im Endstadium der Alkoholsucht befinden, nicht ertragen konnte.

Gestern hatten wir ein langes Telefongespräch miteinander, aus dem ich eine längere Passage wörtlich dokumentieren möchte. Es ist, abgesehen von einigen wenigen Einwürfen meinerseits,

Der Monolog eines schweren Alkoholikers

– Also das ist schon abnorm. So, wie ich jetzt drauf bin, wenn ich wirklich mal wieder fit bin, irgendwo. Ach….Ich weiß, was für’n Datum ist, ich weiß, was für’n Tag ist, ich weiß alles. Ich bin nicht, ich werde nicht dumm, aber ich habe ENTZUGSERSCHEINUNGEN vom aller, aller, allerlalalafeinsten. Boh, und das ist SCHLIMM!

Ich bin hier in der Wohnung rumgetitscht. Ich hab gesagt, das kannst Du doch nicht machen. Ich hab Zustände, OHNE ENDE, Du stellst es Dir nicht vor. Das ist so…so….weisst Du, so schön wie Dein Tag heute war (meine Tochter feierte ihren 4. Geburtstag, Anm. des Verfassers) – ich freu mich absolut über alle Menschen, die irgendwo glücklich sind – aber ich bin irgendwo echt das Gegenpart. Mir geht’s im Prinzip so BESCHISSEN und ich weiß nicht, wie ich mich aus dieser Rolle wieder raushole. Dann, in diesem LKH zu sitzen, diese EKELERREGENSTEN…. boah, und dann kriegst du da so’n Brot, Kommissbrot, irgend so’n Paderborner Brot nennt sich das, bah!

Dann häng ich hier und die haben zu mir gesagt, in der Lala: Herr L., BLEIBEN SIE HIER! Es hat keinen Zweck! Und seh’n Sie’s doch mal ein! – Neeein…..So. Aber ansonsten, mittlerweile geht’s mir wieder gut.

Gut ist ja ziemlich relativ in diesem Zusammenhang. Du bildest Dir ein, dass es Dir gut geht, aber in Wahrheit ist es ja genau das Gegenteil.

Ja, mir geht’s beschissen. Das weisst Du doch auch. Du kommst nicht für Kuchen kommst Du mich holen. Du weisst genau, wie’s mir geht. Da geh ich mal ganz schwer von aus. Aber….ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich hab….ich bin PLANLOS. Weisst Du, da sagt so’n Manni: Isch tu disch drei Tog in ding Zimmer sperre…Also damit ist mir bitteschön auch nicht geholfen.

Wie gesagt, das ist das eine Klientel, meine Art von Freunde, und Du bist das andere, und die U., und die A. (seine Ex-Freundin)

A. war sehr traurig, irgendwo. Aber ich musste sie anrufen. Ich musste ihr sagen, dass ich wieder VERSAGT habe. Weisst Du, das ist das Ding: Versagen. Ich habe versagt.

Und die hätten mir ja geholfen, ohne Ende. Die Ärztin war super traurig, die weiss auch nicht mehr, was sie machen soll. Aber ich – nee, ich geh jetzt mal.

Also ich mach das jetzt, morgen früh, sehr früh, wie gesagt, ich kauf dann morgen früh den „Plätewein“, billigen Wein halt und halt mich stabil. Dann geh ich halt da hin…..Bewusst. Ich muss. ICH SCHAFFE ES NICHT ALLEINE. Ich schaffe es nicht mehr.

Das ist genau das, weisst Du. Das ist eigentlich das kleinste Problem, aber vielleicht ist es doch ein großes Problem, um nicht zu sagen, es ist ein großes Problem. Das ist so ÄTZEND, hier irgendwo zu sitzen, und ich merkte plötzlich wie mein Körper sich veränderte, wie meine PSYCHE sich veränderte. Oh nee, jetzt machst Du nix mehr, das schaffst Du jetzt nicht mehr. – Nee, nix. Du hältst das jetzt mal schön durch.

Da hab ich meinen Bruder angerufen, ach mein Bruder….Du kennst ihn ja so’n bisschen. Mein Bruder kann mit so einer Situation überhaupt gar nicht umgehen. Das kann eigentlich überhaupt kein Mensch. Dann hat er mich aber gesehen und dann hat er es eingesehen. (Der Bruder wollte ihm kein Geld geben, gab ihm dafür aber drei Flaschen Wein aus seinem Keller. Anm. des Verfassers) Und dann ist mir noch eine Flasche Wein kaputt gegangen, Mann, das war vielleicht scheisse!

Der HUND, der hat sich von mir zurückgezogen, weil er wohl gemerkt hat – also Hunde merken alles, die haben ja Spürsinn irgendwo – der hat sich gedacht, leck mich mal in die Täsch.

Und dann bin ich nach Hause gefahren…und hab gedacht, boah, Gott hilf mir! Weisst Du, da fängt er plötzlich wieder an, an den lieben Gott zu denken. Was hab ich in meinem Leben bitteschön falsch gemacht? Das sind so Dinge….

Und meine Pflanzen merken das auch, die lassen die Köpfe hängen. Mein Bruder hat die Pflanzen gegossen. Und der hat so sehr geheult, dass ich da bleibe (im LKH). Muss ich morgen mal meine Schwester irgendwo kontaktieren, dass die da irgendwo irgendwas macht. Da muss die sich mal einen Tag frei nehmen. Das ist halt so, so viel fordere ich ein. Ich weiß, dass das irgendwo eine Unverschämtheit ist, aber ich habe auch andere Dinge getan. Die Leute müssen sich auch um mich mal ein bisschen kümmern. Also, so ist das nun auch schonmal nicht.

Ich geh da morgen früh alleine hin. Das ist jetzt nicht so das große Problem. Nur, ich habe Angst Fahrrad zu fahren, weil a) ist mein Fahrrad ziemlich teuer gewesen und b) ich hab kein Bock, mich wieder auf die Fresse zu legen. Ich HAB mich gestern wieder auf die Fresse gelegt. Ich hab mich auch wieder schlimm verletzt, ja wunderbar, wunderbar. Allerdings am Kopf, ja gut, Kopp is eh kapott. Ja, sowas, das sind so KLEINIGKEITEN.

Finde ich so für mich und das ist ja nicht falsch, so mein Denken, das ist so IRRE, was so’n SCHNAPS aus einem macht. Ich hab hier sogar noch so’ne WALDMEISTERSCHEISSE, da bin ich die ganze Zeit am überlegen, ob ich den auch noch saufen soll, irgendwo.

Und ich seh aus……

Und irgendwann bist Du dann so weit wie Dein Neffe und trinkst so’n bisschen Desinfektionsmittel auch noch

Na gut, so weit geh ich nicht.

Ja, NOCH nicht

Nee, aber ich hör mich im Prinzip ja noch einigermaßen normal an. Nun gut, ich hab’s Dir jetzt erzählt, ja klar hab ich was getrunken. Aber ich verdünn das die ganze Zeit mit Wasser, irgendwo, nur um….einfach wegen der Psyche, so nach dem Motto: Das Glas ist ja immer noch halb voll. Ich kann nichts anderes machen.

Wir haben halb eins, und bis sieben Uhr, datt is in der Tat noch lang hin….(dann macht der Supermarkt auf, Anm. d. Verf.)

Wie wär’s denn mal mit schlafen, einfach mal ins Bett gehen und schlafen – das wär ja vielleicht auch mal eine Variante…

Nee. Ab genau da fängt meine Problematik an. Ich habe ANGST ZU SCHLAFEN. Ich habe Angst zu schlafen, weil ich glaube, dass ich nicht mehr aufwache. Deswegen sitz ich hier und freu mich meines ganz bescheidenen Lebens. Und bin ganz froh, dass wir uns unterhalten. Ich bin total froh, dass Du mich angerufen hast. Ich hoffe, dass ich euch den Rest des Abends nicht verdorben habe….

Nee, ich mach das morgen früh. Das hat ja keinen Zweck. Also, das ist ja….also dieser desolate Zustand, das ist….nee, das wird auch die nächsten zwei, drei Tage so bleiben, dass ich STABIL bin. Aber das allergrößte Problem an der ganzen Sache ist: Du kommst in die Lala. Da sind wirklich nur Bekloppte, irgendwo. Und die geben Dir….

Es gibt zwei Varianten:  Das eine nennt sich Distraneurin. Das ist im Prinzip nichts anderes als komprimierter Schnaps. Mehr ist das gar nicht, irgendwo. Das andere nennt sich Rivotril, das gleiche in grün, nur etwas abgeschwächter, irgendwo.

Wenn ich Distraneurin nehme, bekomme ich – das ist kein Ausschlag, was ich da bekomme. Das sind schon richtige SPUCHTELN, die ich da bekomme….

Aber die Ärzte, die sind da so SCHNELL-LEBIG irgendwie auf dieser Station. Das interessiert die alles gar nicht. Wenn ich denen das irgendwo erzähle….Das ist das, was mich so abhält, da wieder aufzukreuzen…..Aber gut, mir bleibt nichts anderes übrig. Das ist das Monopol. Das ist eben dieses LKH.

Und das andere Medikament? Was macht das? Von dem einen kriegst Du Pusteln. Und was ist mit dem anderen?

Da bekomme ich Magenschmerzen von. Ohne Ende. Ich hab JAHRELANG – kennst Du das? Magenschmerzen?

Nein, Gott sei Dank nicht. Magenschmerzen würde ich bekommen, wenn ich soviel Alkohol trinken würde wie Du, auf nüchternen Magen, ohne zu essen.

Das is ja das Fatale. Ich mach das ja bewusst. Damit ich schneller besoffen werde. Oder, ach, ich werd gar nicht mehr großartig besoffen.

Das würde ich jetzt nicht unbedingt unterschreiben. Je nach dem, wieviel Du getrunken hast, bist Du schon extrem besoffen, wenn man mit Dir spricht. Aber da hast Du dann auch einen Pegel, da wäre ich mit Sicherheit schon tot…Klar, jetzt 2,5 oder 3 Promille, das merkt man Dir nicht an. Was hast Du da nochmal gehabt, als Du im LKH aufgenommen wurdest?

Vier Promille. Ich war nüchtern, so für mich. Ich sprach mit denen,  so ganz normal, hahaha. Ich hab da gar nichts gemacht. Ich mach da kein Tralala. Ich sag, mir geht’s nicht gut….Kann das sein, dass das Gerät kaputt ist? Und da hat sie mich nochmal pusten lassen und gemerkt, dass das wohl der Tat entsprach. Und DAS ist das Schlimmste, irgendwo. Und ich WEISS es ja, ich weiß es ja. Und ab da merk ich, dass ich wirklich KRANK bin: ICH MACH ES IMMER UND IMMER UND IMMER WIEDER!

Gut, angenommen, es wäre tatsächlich so, dass ich 16 Wochen irgendwo in die Therapie komme: Was ist denn DANACH? Was mache ich denn danach?

Soll ich jetzt echt verenden, hier? Oder watt? Weiß ich auch nicht….

In 16 Wochen hast Du, wenn es eine sinnvolle Therapie ist, neue Gewohnheiten entwickelt, die dann vielleicht stark genug sind, dass Du, auch wenn Du in Deine eigene Wohnung zurückkehrst, ne Chance hast, dem zu widerstehen, wieder in Deine alten Gewohnheiten zurückzufallen. Weil die anderen eben schon zur Gewohnheit geworden sind. Darum muss es ja, denke ich, in einer guten Therapie gehen, dass Dir Techniken beigebracht werden, wie Du Deinen Tag gestalten kannst, ohne den Alkohol zum zentralen Thema zu machen. Wenn das quasi in Fleisch und Blut übergegangen ist und Du dann tatsächlich schon seit Wochen trocken bist und Dein Körper auch in einer gewissen Weise ent-wöhnt ist, und wirklich nicht mehr diese innere Sucht da ist, die dich quasi  drängt jetzt zum Alkohol zu greifen. Du aber umgekehrt Dir einen Tagesablauf angeeignet hast, der es Dir ermöglicht, einen Tag sinnvoll auszufüllen, ohne an Alkohol zu denken. Dann ist da eine Basis gelegt. Das müsste eine gute Therapie eben leisten. Da sind 16 Wochen ja kein Pappenstil. Das ist ja ein Zeitraum, wo man die Chance hat, einen anderen Weg zu beschreiten. Der Erfolg wird aber auch da, wie in allem, stehen und fallen mit DEINEM WILLEN und deiner BEREITSCHAFT, das tatsächlich auch anzupacken. Letzten Endes haben alle deine Rückfälle mit mangelnder Disziplin deinerseits zu tun. Weil Du letztlich mit Deiner Zeit nichts anzufangen weisst…

Falsch formuliert! Die Psychische Sucht, die hab ich nach sieben Tagen durch. Aber die Physis…. Quatsch, umgekehrt. Ich verwechsel das.

Klar, die körperliche Sucht, innerhalb von ein paar Tagen hat der Körper die eigentlich vergessen, also mit medikamentöser Hilfe schonmal sowieso. Das ist letzten Endes alles eine psychische Geschichte. Da Du, und das ist Dein Kernproblem, da Du mit Deiner Zeit nichts Sinnvolles anzufangen weisst, sondern es Dir zur Gewohnheit geworden ist, Deinen Tag damit zu verbringen, dass Du dich morgens früh schon vor den Fernseher setzt und bis in den späten Abend hinein auch nichts anderes tust außer mal hier und da zum Supermarkt zu gehen oder irgendwelche Sachen zu erledigen, weiß der Teufel…Aber eigentlich bist Du den ganzen Tag zu Hause und tust nichts anderes als Fernsehen zu gucken. Und das KANN nicht gut gehen…Du musst gefordert werden. Du musst von morgens bis abends ein Programm haben, wo du überhaupt nicht auf die Idee kommst, fern zu sehen und wo Du am Abend eigentlich so erledigt bist,  dass Du einfach todmüde ins Bett fällst und schläfst und Feierabend. Du brauchst diesen Alkohol nicht!

Hast Du, als ich bei euch war, eigentlich irgendwann mal gedacht, dass ich heimlich rausgehe und trinke? Mal so’n Bier oder Piccolöchen? Oder irgendwas?

Hab ich nicht gedacht, nö.

Eben. Hab ich auch nie gemacht. Mir reicht das schon, dass ich mich vor meinem Bruder schämen muss. Da muss ich mich nicht auch noch vor Freunden schämen.

Naja, es gab genug Momente, wo Du im Nachhinein gesagt hast, da schämst Du dich für. So ist es ja auch nicht, dass das alles so schamfrei abgelaufen wäre….Du hast eigentlich genug Grund geliefert, dich auch schämen zu müssen. Aber das war jetzt auch nicht so, dass man das wirklich thematisieren müsste.

Was hab ich denn gemacht? Kannst Du mir das mal erklären?

Zum Beispiel mit der U-Bahn. Als Du nicht aufgepasst hast und mein Sohn an der Bahnsteigkante stand und mit der Hand die abfahrenden Waggons berührte…..

Stimmt, oh boah, hör auf, ey.

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Heute wurde mein Freund beim LKH vorstellig. Er steht nun auf einer Warteliste und muss sich jeden Tag telefonisch melden. In ein paar Tagen wird er voraussichtlich seinen x-ten Entzug machen.

Zum Anfang von „Mein Freund, der Alk“

2 Gedanken zu „Mein Freund, der Alk“

  1. Heute hat mein Freund, der Alk einen Platz im LKH bekommen. Nachdem er gedroht hatte, sich das Leben zu nehmen. Nun wird er also wieder ein paar Tage entgiften. Und dann?

  2. Gerade für ein paar Tage in Baden-Württemberg. Da kein Bier im Haus war, gestern Abend zu einem Supermarkt gegangen, der bis 24 Uhr auf hat. Als ich mit dem six pack an der Kasse stand, wies mich ein Paar, das vor mir in der Schlange stand darauf hin, dass man in Ba-Wü ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr kaufen kann. Ich dachte zuerst, die wollen mich verarschen. Aber Tatsache. Das Alkoholverkaufsverbot gilt seit März letzten Jahres.
    Es war gerade 22:07 Uhr und ich dachte, vielleicht drückt die Kassiererin ja noch ein Auge zu. Geht aber nicht: Die Kassen erkennen am Strichcode, dass es sich um Alkohol handelt und nehmen die Ware nicht an.
    Die Vorgängerregierung (CDU/FDP) hat dieses Verbot eingeführt, um jugendliche Saufgelage zu unterbinden. Aber muss man dafür gleich die ganze Bevölkerung mit einem Verbot belegen? Das Bundesverfassungsgericht sagt ja. (http://www.faz.net/artikel/C30176/baden-wuerttemberg-alkoholverkaufs-verbot-verletzt-kein-grundrecht-30288674.html)
    Nur in Gaststätten gibt es auch nach 22 Uhr noch Alkohol. Ob’s irgendwas bringt? Ich find’s albern.

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