Medienkompetenz

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In Zeiten von Internet und Social Media hat sich eine gewaltige gesellschaftliche Revolution vollzogen, welche die globale Bevölkerung wie in einem reissenden Strom mit sich gerissen und für die älteren unter uns große persönliche und berufliche Veränderungen gebracht hat. Die Welt von Heute ist in medialer Hinsicht das Ergebnis einer exponentiellen Beschleunigung von Information. Das hat zwangsläufig zu einer großen Verunsicherung geführt, weil nicht jeder mit dieser Flut an Informationen umzugehen weiß und von den fundamentalen Veränderungen im Alltag schlicht und einfach überfordert ist. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit in ruhigeres Fahrwasser geraten und sich Wege finden, das kommunikative Chaos in gesunde Bahnen zu lenken. Dazu braucht es nichts Geringeres als eine dem Alltag angemessene Medienkompetenz.

Ich darf mir diese Kompetenz ohne jede Überheblichkeit zuschreiben, denn mit meinen inzwischen 52 Lebensjahren kann ich auf eine jahrzehntelange Erfahrung sowohl im privaten wie beruflichen Bereich verweisen. Ich kenne die deutsche und internationale Medienlandschaft sehr gut, ich habe die spannenden Entwicklungen in dieser Boombranche seit meiner Jugend in den 80er Jahren sehr aufmerksam und interessiert verfolgt und wurde schon als Schüler journalistisch aktiv. Es wurde mein Beruf, und zwar nicht bei irgendeinem Lokalblatt (was ich überhaupt nicht geringschätzen möchte!), sondern bei den ganz großen modernen Medienhäusern jener Zeit, hauptsächlich dem öffentlich-rechtlichen Westdeutschen Rundfunk in Köln und dann dem ProSieben(Sat1)-Konzern in München mit seinem Nachrichtenspross N24 (heute WELT beim Axel Springer Verlag).

Ich habe am eigenen Leib und in meinem unmittelbaren Lebensumfeld die Umbrüche erfahren und erlebt, die der rasante Medienwandel mit sich gebracht hat: die Goldenen Zeiten des Privatfernsehens, die durch die private Konkurrenz und das aufkommende Internetzeitalter zunehmend unter Kostendruck geriet und zu Rationalisierungen führte, die einen massiven Abbau der Belegschaft zur Folge hatte.

Für öffentlich-rechtliche Angestellte dürfte das bis heute kurios klingen, aber die Rationalisierung führte zu einer Arbeitsverdichtung, in welcher der Redakteur immer mehr Aufgaben übernehmen musste, die vorher in einem Team erledigt wurden. Der technische Fortschritt beförderte diesen Trend im sehr technikaffinen TV-Geschäft zusätzlich.

Früher gab es den verantwortlichen Redakteur (Autor), der für Drehtermine auf die Unterstützung der Producer für die technische und organisatorische Abwicklung setzen konnte sowie auf die Vorbereitung durch die Planungsredaktion, die kurz bis langfristig die planbaren Termine im Auge behielt. Beim Dreh stand einem mindestens ein Kameramann/-frau und Tonmann/-frau zur Verfügung (vielleicht sogar ein Beleuchter!). Und bei der Fertigstellung gab es die Cutter für den Bildschnitt und den Tonmeister für die Tonaufnahme, alles am Ende professionell abgemischt und dann von einem Redaktionsleiter abgenommen.

Man sieht, was für ein personeller und technischer Aufwand nötig ist, wenn man Fernsehen auf professionell hohem Niveau machen will. TV ist teuer und Live-TV noch umso mehr.

Es wäre wohl auch ohne das Internet zu Rationalisierungen gekommen, denn es liegt auf der Hand, dass jedem Geschäftsführer eines privatwirtschaftlichen Unternehmens daran liegt, nicht notwendige Kosten einzusparen, um seinen Gewinn zu steigern. Und wenn der technologische Fortschritt es ihm ermöglicht, auf bestimmtes Personal zu verzichten, dann wird er das auch irgendwann tun (es sei denn, er wäre ein Mäzen, der allen nur Gutes tun will und es genauso haben will, weil es ihm das wert ist…).

Am leichtesten sind der Tonmann und Beleuchter einzusparen, das kann schließlich der Kameramann übernehmen (bitte immer die weibliche Form  mitdenken) mit dem Redakteur vor Ort. Und die Cutterin (es waren zu meiner Zeit tatsächlich überwiegend Frauen) brauchen wir auch nicht. Kann der Redakteur an seinem Computer-Arbeitsplatz selber machen. Das lässt sich solange fortsetzen, bis der Redakteur im Grunde alles alleine macht – so wie zahllose YouTuber heutzutage auch.

Bis zu einem gewissen Level ist das auch zu schaffen. Das Endergebnis ist dann zwar nicht mehr so hoch professionell wie vorher, denn ein guter Redakteur ist noch lange kein Profi-Kameramann oder -Cutter. Aber wenn man ehrlich ist: Der/die gewöhnliche Zuschauer/in erkennt den Unterschied eh nicht.

Das war vielleicht die bitterste Erkenntnis, die ich aus meiner langjährigen professionellen TV-Redakteurszeit gewonnen habe: die meisten Menschen haben überhaupt kein Empfinden für Qualitätsunterschiede. Die meisten sind – metaphorisch gesprochen – mit Pommes und Döner völlig zufrieden. Sie brauchen keine Delikatessen und Extrawürste. Das ist und bleibt eben etwas für Feinschmecker!

Die rasanten Entwicklungen in der Telekommunikationsbranche taten ihr Übriges, um den Medienwandel bis zu denen vor Erfolg strotzenden Platzhirschen des TV-Marktes zu tragen (die Printbranche wurde schon deutlich eher disruptiert).

YouTube ließ massenhaft die für die Werbung besonders attraktive junge Zielgruppe abwandern, weg von den klassischen Medien (Print/Radio/TV), hin zu den Onlinemedien.

Ich habe also in meinem ganz persönlichen Lebenslauf diese Höhen und Tiefen der Medienlandschaft erlebt und erfahren – mit allen Vor- und Nachteilen. Von den Goldenen Zeiten, als ein Muttersender wie ProSieben nur so vor Geld strotze und das Geld so locker saß, dass keine Idee zu verwegen war, um sie umzusetzen; über die Zeit, als das darüber angesiedelte Medienimperium des Moguls Leo Kirch wie ein Kartenhaus zusammenstürzte (was man als persönliches, unternehmerisches Versagen bewerten muss) bis zu den krisen- und technologiegetriebenen Rationalierungsorgien, die mich und unzählige andere in die zeitweilige Arbeitslosigkeit und zur beruflichen Neuorientierung zwangen. Alles dabei.

Ich habe trotzdem nie aufgehört, Journalist zu sein. Weil es meine Berufung ist, weil es meinem Naturell entspricht.

Ich war schon früh von den Medien fasziniert und interessierte mich schon als Jugendlicher dafür, die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge verstehen zu wollen und stets zu hinterfragen und zu reflektieren. Das Schicksal führte mich scheinbar zufällig in die Redaktion der ersten „Medienshow“ des öffentlich-rechtlichen Fernsehens namens Parlazzo, wo wir in einem großen, kreativen Team alle zwei Wochen eine Live-Sendung stemmten, die sich thematisch mit den Veränderungen in der Medienlandschaft befasste, damals angetrieben von der Einführung des Privat-Rundfunks in Deutschland, was zu einer Vervielfachung des Medienangebots sowohl bei Radio- wie TV-Sendern führte. Der deutsche Haushalt hatte innerhalb weniger Jahre durch die Einführung der Satelittenantennen und Kabelanschlüsse Zugriff auf unzählige nationale wie internationale Sender. Das war für die Branche phantastisch und eröffnete viele neue Karrierechancen.

Ich habe gut verdient und saß viele Jahre wie die Made im Speck, musste aber wie alle KollegInnen mit der Zeit erfahren, wie sich das Blatt wendete und der Kostendruck auch dank der zahlreichen Konkurrenz immer größer wurde.

Am Ende machte es keinen Spaß mehr. Die Arbeitsverdichtung und der Zeitdruck wurden immer größer, die Qualität des Produkts wie des eigenen Lebens begann nachhaltig darunter zu leiden.

Der neue CEO des fusionierten ProSiebenSat1-Konzerns machte wahr, was wir alle schon lange als Damoklesschwert über uns spürten, und entledigte sich 2010 des aus seiner Sicht nur als Klotz am Bein empfundenen Kostenpunktes Nachrichtensender N24, der plötzlich nur noch auf einem Bein stehen sollte und in der Folge die Hälfte der Belegschaft entlassen musste.

Das war ein harter Schnitt in meiner Biografie. Und ich hatte nicht einmal schuld daran. Ich wurde wie viele andere Kollegen in der Branche ein Opfer der Umstände und aussortiert. Immerhin zeigte sich der Muttersender nach langen Verhandlungen großzügig und ich bekam wie alle anderen auch eine gute Abfindung, mit der sich etwas Neues anfangen ließ.

Vom Medienbetrieb in seinen realen Auswirkungen zunehmend angewidert, begann ich mich auf mein Leib- und Magenthema Brasilien zu fokussieren und eröffnete diesen Blog, um völlig frei und unabhängig und ohne finanziellen Druck über das zu schreiben und zu berichten, was ICH will und WIE ich es will – nach meinen Standards. Und es war für mich der Augenblick, mich im Hinblick auf die wachsende Bedeutung der Onlinemedien weiterzubilden und eigene Erfahrungen darin zu sammeln.

Auch wenn es sich in finanzieller Hinsicht auf den ersten Blick nicht lohnt: Ein eigener Blog ist für einen Journalisten ein hervorragendes Mittel, um sich selbst als Marke aufzubauen und ein mediales Profil, eine eigene Visitenkarte zu entwickeln und zu entfalten, mitsamt allen Satelliten, die nach Gutdünken hinzugefügt werden können (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, Xing etc.). Das unterliegt letztlich den Modeerscheinungen der jeweiligen Epoche. Der Blog als Medium ist ja bereits einige Male von Experten totgesagt worden. Aber noch ist dieses Medium sehr lebendig und wird es für mich auf absehbare Zeit auch bleiben.

Nun ist Blog nicht gleich Blog und es gibt So’ne und Solche. Aber es gibt genügend Blogs, die sich auf eine ganz bestimmte Thematik fokussiert haben und von echten Experten auf dem Gebiet betrieben werden. Klassische Medien und Journalisten können das gar nicht leisten. Sie müssen zwangsläufig Alleskönner und Generalisten sein, weil die redaktionelle Organisation eines strukturierten Medienbetriebes dies schlicht und einfach erfordert.

Als Brasilienexperte kann ich nur konstatieren, dass es teilweise haarsträubend ist, was in deutschen und auch internationalen Medien so alles über Brasilien berichtet wird (wenn überhaupt). Es ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit, einen qualifizierten Beitrag über Brasilien zu erstellen, wenn man das Land und seine Leute nicht seit Jahren kennt und eng mit ihm verbunden ist. Genauso verhält es sich mit allen anderen Spezialistenthemen. Die Welt ist heute so komplex, dass man mit reinem Generalistentum nicht mehr weit kommt.

Auch was Wirtschafts- und Börsenthemen angeht, ist eine erschreckend hohe Inkompetenz in den massenmedialen Nachrichtenredaktionen zu verzeichnen (ich habe jahrelang in diesem speziellen Bereich gearbeitet und wir ärgerten uns schon damals über das Unwissen, das bei Vorgesetzten und Kollegen aus den Nachrichtenredaktionen in diesem Bereich herrschte – obwohl er für eine jede menschliche Gemeinschaft von fundamentaler Bedeutung ist!). Aber für viele (aus den Geisteswissenschaften kommenden) Journalisten sind Börse und Wirtschaft ein Buch mit Sieben Siegeln!

Die Sozialen Medien haben zudem einen Eindruck bestätigt, der sich schon anhand unserer täglichen Zuschauerquoten zeigte: das gemeine Publikum ist extrem naiv und affektgesteuert und für komplexere Sachverhalte kaum zu gewinnen. Während viele noch den hehren Anspruch hatten, die Gesellschaft anspruchsoll und seriös zu informieren, grassierten im Internet Katzenvideos und andere Trends, die jeden journalistischen Anspruch in seinem Kern erschüttern.

Große investigative Geschichten mögen zwar dem brancheninternen Ansehen unter Kollegen dienen und für Anerkennung sorgen, doch massenhaften Erfolg bekommt man nur mit Trivialem und Einfachem. Aber auch das sind letztlich nur Trends, die sich auch wieder in die andere Richtung bewegen können und werden. RTL machte in seinen Anfangsjahren ja auch eher mit dem Branchen-Spott „Rammeln, Titten, Lallen“ von sich reden, bis der Sender so groß und reich war, dass er sich auch große professionelle Produktionen leisten konnte und wollte.

Die Aufmerksamkeitsspanne bei den Medien-Nutzern hat sich extrem verkürzt in all den Jahren. Das, was ich schon als Redakteur in einer Nachrichtenredaktion tagtäglich praktizierte – nämlich: welche Sau wird heute durch’s Dorf getrieben? – hat sich inzwischen auf die Online-Gesellschaft als Ganzes übertragen.

Täglich vollzieht sich auf Twitter die Jagd nach dem Hashtag des Tages, dem Trend des Tages. Und er findet seinen Widerhall in den klassischen Medien, die aktives Agendasetting betreiben bzw. es bedienen.

Nun folgt eine ernsthafte journalistische Tätigkeit im klassischen Sinne gewissen Regeln und Standards. Dazu zählen die Sorgfaltspflicht und die Überprüfung des Wahrheitsgehalts, der Relevanz und der Vertrauenswürdigkeit der Quellen.

Doch der klassische Journalist ist im Gegensatz zu früher heute nicht mehr der Hüter und Wächter der veröffentlichten Wahrheit. Heute sind die einstigen Konsumenten selbst Produzenten geworden. Den Journalisten weht daher längst ein harter Wind ins Gesicht, in dem sie sich behaupten – oder untergehen – müssen.

Der Journalist, die Zeitung, der Sender sind heute nur noch ein Akteur unter Vielen. Und hätte er nicht die Penetrationskraft seines Medienhauses hinter sich, wäre der Herr Redakteur nur ein Akteur unter Unzähligen. Von wegen Influencer!

Das ist natürlich ein echter Stachel im Fleisch des Berufsstandes! Medienmenschen sind nunmal extrovertiert: sie wollen die große Bühne, sie wollen Aufmerksamkeit! Das ist der eigentliche Grund, wieso sie diese Branche für sich gewählt haben! Gerade die TV-Branche zog  Geltungssüchtige und Profilneurotiker an wie das Licht das Ungeziefer.

Heute träumt die Jugend eher von einem eigenen YouTube-Kanal als von einem Job beim Fernsehen. Lineares Fernsehen ist echt out!

Für die Medienschaffenden hatte das in den vergangenen Jahren geradezu disruptive Folgen. Ganze Berufsbilder, ganze Lebensbiografien wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Zwar haben sich viele in andere Kommunikationszweige wie die Unternehmes-PR gerettet. Dieser Weg war mir aber von vornherein suspekt. Ich sah mich schon als Redakteur in meiner persönlichen, journalistischen Freiheit erheblich eingeschränkt. Sollte ich nur des Geldes und der Karriere wegen auf noch mehr Meinungsfreiheit verzichten, um das lobbyistische Sprachrohr eines Unternehmens oder einer Organisation zu sein?

Für mich kam das gar nicht infrage! Ich hätte mich dort überhaupt nicht wohl gefühlt. Ich bin Journalist geworden, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen und zur Erkenntnis zu gelangen, und nicht, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Ich mag nicht manipuliert werden und genausowenig möchte ich andere manipulieren! Ich schaue der Realität lieber ins Auge, als mich Illusionen hinzugeben, die früher oder später eh zerplatzen werden.

Ich bin letztlich sehr dankbar für diesen Bruch in meiner Biografie. Denn er hat mir geholfen, die Dinge noch nüchterner zu betrachten, mit mir und der Umwelt hart ins Gericht zu gehen und meine Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Und die konnte letztlich nur sein, mir unter den gegebenen Umständen einzugestehen, dass die Zeiten einer gut bezahlten Festanstellung in einem weitgehend unabhängigen, seriösen Medienunternehmen der Vergangenheit angehören. Ich war mit 43 Jahren immerhin noch jung genug, mich neu zu orientieren.

Es dauerte freilich etwas, bis der Groschen endgültig fiel (zumal zur beruflichen noch eine private Krise hinzukam).

Aber ich bin ein zäher Bursche 😉 und habe die Kurve dank meiner Geduld und Hartnäckigkeit und Gottes Gnade und Fügung gekriegt.

Der Journalismus und das Schreiben sind inzwischen zu meinem liebsten Hobby geworden (neben der Musik).

Und ich wechselte in einen anderen Bereich, der mir zunehmend am Herzen lag: der Pädagogik (eines meiner früheren Studienfächer).

Stand zunächst die Erziehung meiner eigenen Kinder im Fokus, erweiterte sie sich bald auf einen weit größeren Kreis, als ich dank des aufkommenden Lehrermangels als Seiteneinsteiger in den Berliner Grundschuldienst eintrat.

Es ist schade, dass die Berliner Schulbehörde die Kompetenz, die ich als jahrelanger TV-Journalist hatte, nicht in finanzieller Hinsicht zu würdigen wusste und ich als Quereinsteiger deutlich schlechter bezahlt wurde als die regulären Kollegen.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass meine Erfahrung als TV-Redakteur für die Lehrertätigkeit von erheblichem Vorteil war.

Im Kern tat ich als Lehrer ja nicht viel anderes als das, was ich schon als Nachrichtenredakeur tagtäglich gemacht hatte: Themen auswählen, recherchieren, präsentieren.

Nur sendete ich als Journalist gewissermaßen in den Orkus, ohne zu wissen, ob und wie aufmerksam die Zuschauer meine Arbeit verfolgten (die tägliche Quote ist nur bedingt aussagekräftig), während ich als Lehrer meine Zielgruppe leibhaftig vor Augen hatte. Es war also deutlich einfacher, mich auf eine real existierende Zielgruppe zu fokussieren als auf eine heterogene, unbestimmte, unsichtbare Masse an unzähligen Orten da draußen.

Und natürlich machte es auf die heutigen Kids mit ihren Handies und Tablets etc. einen anderen Eindruck, wenn ein Lehrer vor ihnen stand, der einen moderneren und alltagstauglicheren Background hatte als ein klassischer Lehramtsinhaber, der von der Schule auf die Uni und von der Uni zurück an die Schule geht und vom realen Wirtschaftsleben da draußen wenig persönliche Ahnung hat, weil er eine ganz andere Biografie vorzuweisen hat.

Die Kinder waren mir gegenüber daher viel aufgeschlossener, weil ich ihrer Lebenswelt näher war, indem auch ich gegenüber modernen Medien sehr aufgeschlossen war und sie im Unterricht einsetzte.

Und aus meiner auf Quote fokussierten Tätigkeit bei einem Privatsender brachte ich den grundsätzliche Ansatz mit, dass du deine Zielgruppe dort abholen musst, wo sie ist, damit sie dir deine Aufmerksamkeit schenkt: nämlich in ihrem Lebensalltag!

Schon Grundschüler von heute wachsen völlig selbstverständlich mit modernen Kommunikationsgeräten- und plattformen auf. Es ist absurd, wenn man ausgerechnet die Schule zu einem Ort machen will, wo moderne Medien ausgeschlossen oder vernachlässigt werden.

Das hat aber vor allem auch damit zu tun, dass viele Lehrer in den veralteten Kollegien  selbst in einer veralteten Medienwelt verhaftet sind und schlicht nicht über die Kenntnisse und Erfahrungen in der heutigen Medienwelt verfügen, sie mitunter geradezu ablehnen und verteufeln.

Kinder merken das sofort. Und schon nehmen sie dich nicht mehr ernst, haken dich als Old School ab und wenden ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen zu.

An Kindern gehen die Entwicklungen der Zeit nicht spurlos vorüber. Im Gegenteil. Sie stehen mitten drin. Und sie brauchen Orientierung, wie sie mit all diesen Möglichkeiten umgehen sollen, wie sie sich verhalten sollen. Sie suchen sich Vorbilder, denen sie nacheifern können. Und wenn der Lehrer das nicht ist und kann, dann ist es eben irgendein Shootingstar auf YouTube oder Instagram oder sonstwer.

Die Anforderungen an den Lehrerberuf haben sich durch die (gar nicht mehr so) Neuen Medien radikal verändert!

Auch der Lehrer ist (wie der Journalist) nicht mehr der alleinige Wächter über die Wahrheit und das Wissen!

Der Lehrer muss mit der Zeit gehen und bliebt zeitlebens ein Lernender, mitunter wissen die Schüler in Mediendingen ja mehr als der Lehrer selbst.

Das ist aber nicht weiter schlimm, solange der Lehrer selbst neugierig und aufgeschlossen bleibt und seine Rolle neu definiert: Als eine Art Teamleiter, Projektmanager, Primus inter Pares, Übungsleiter. Je mehr er sich dabei zurückhält und das Team machen lässt, umso produktiver.

Es ist keine Schande, als Lehrer zuzugeben, wenn man irgendetwas selbst nicht kann oder weiß. Schließlich sollte er die gleiche Lernbereitschaft an den Tag legen, die er von seinen SchülerInnen erwartet und verlangt.

Und es stärkt das Selbstwertgefühl der SchülerInnen ungemein, wenn sie dem/r Lehrer/in etwas beibringen können!

Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Weder in den Schulen, noch in den Medienhäusern.

Das ist der fundamentale Unterschied, der sich in den letzten Jahrzehnten in der Menschheitsgeschichte vollzogen hat!

Und das ist gut so. Denn aus dieser Offenheit erwächst ein großer Freiraum, in dem sich die Schwarm-Intelligenz entfalten kann.

Natürlich auch das Gegenteil!

Wie jeder Journalist es tagtäglich in seinem Arbeitsleben macht: Aus der Fülle der einströmenden Informationen muss man differenzieren lernen und das Wichtige vom Unwichtigen trennen, das Relevante vom Irrelevanten unterscheiden.

Eine Nachrichtensendung hat beispielsweise eine vorher definierte Dauer. Also muss ich aus der Fülle an Themen und Ereignissen eine Auswahl treffen und sie gewichten. Welches Thema ist das Wichtigste? Was muss man dazu wissen? Wie bereiten wir es auf? Was muss unbedingt rein, was kann weg? Am Ende dieses Prozesses steht eine Sendung, welche dem Tagesgeschehen (oder darüber hinaus) möglichst angemessen Rechnung trägt. (Übrigens ein hervorragendes Modell für den Unterricht: Wir produzieren eine Sendung zu Thema X oder Y!)

Mit der Zeit entwickelt man darin eine große Routine, sodass einen selbst völlig unvorhergesehene Katastrophen nicht mehr aus der Bahn werfen. Man muss schließlich funktionieren. Die Mediennutzer erwarten das von den Medien, dass sie zeit- und ortsnah berichten.

Nun hat diese Schnelligkeit und Schnelllebigkeit bereits durch die Liveberichterstattung dazu geführt, dass neue Ereignisse und Entwicklungen nahezu 1:1 On Air landen.

Bei N24 hatten wir eine sehr große Routine darin, aktuelle Ereignisse im Breaking News-Modus zu covern und On Air einen Work-In-Progress zu praktizieren.

So kommt es zwangsläufig auch dazu, dass dieser Zwang zur Aktualität und permanenten Aktualisierung auch ungeprüfte Nachrichten und Spekulationen auf den Schirm spült. Jede Information, die dem Sachverhalt einen neuen Aspekt zufügen könnte, wird sofort und ungeprüft publiziert – auch wenn seriöse Medien dabei stets betonen, dass dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt möglicherweise pure Spekulation ist.

Der gemeine Social-Media-Nutzer ist natürlich nicht so weit.

Die schiere Masse der Mediennutzer und -akteure führt dazu, dass dieser ganze Spekulationsreigen mit anschließender Einordnung und Meinung sich noch mehr und schneller dreht und damit wiederum für eine Rückkopplung bei den klassischen Medien sorgt. Es ist gewissermaßen wie ein Hund, der seinem eigenen Schwanz nachjagt: Eine immer schneller rotierende Zentrifuge der Information und Desinformation.

Was kann man dagegen tun?

Eigentlich ganz einfach: Entschleunigen! (Noch radikaler wäre natürlich Stecker ziehen…)

Einfach mal abwarten, die eingehenden Informationen auf ihre Stichhaltigkeit und Glaubwürdigkeit überprüfen und erst einmal nur das weiterverbreiten, was wenigstens halbwegs gesichert und bestätigt ist.

Wir müssen weg von einer affektgesteuerten medialen Aufarbeitung, die auf größtmögliche Aufmerksamkeit in Gestalt von Klicks und Likes und Shares und Quoten zielt.

Nicht Quantität darf der Maßstab sein, sondern Qualität!

Ist das machbar? Realistisch?

Gerade die große Konkurrenz in der modernen Medienlandschaft, die ihren Erfolg an diesen Messzahlen misst, trägt immanent zu dieser gegenseitigen Erhitzung im Kampf um Aufmerksamkeit und die Interpretationshoheit bei.

Wer hatte am Ende recht? Wer hat am Ende die Debatte für sich entschieden? Wie wird das jeweilige Ereignis am Ende in der öffentlichen Meinung hängen bleiben? Welche Schlussfolgerungen werden daraus gezogen?

Momentan befinden wir uns in einer Phase, wo offenbar jeder aktive Mediennutzer nach jedem passenden Stöckchen Ausschau hält, über das alle kollektiv springen und sich aufregen können.

Nach demselben Motto, das ich in meinem Redaktionsalltag tagtäglich verfolgte: Welche Sau treiben wir heute durch’s Dorf? (Besonders schwierig an ereignisschwachen Tagen…)

Nun hat ein Medienunternehmen, das genau davon lebt und dafür Mitarbeiter bezahlt, ein anderes Interesse als ein gewöhnlicher Bürger, der seinen Lebensunterhalt anderweitig bestreitet.

Deswegen sollten die Mediennutzer selbst mehr auf die Bremse treten und sich mit Kommentaren und vorschnellen Urteilen zurückhalten.

Es ist richtig, aufmerksam und kritisch gegenüber allen öffentlichen Akteuren zu sein und ihnen auf die Finger zu schauen.

Aber dass sich heute jeder Vollpfosten als genügend qualifiziert erachtet, um jedwedes komplexe gesellschaftliche Thema zu kommentieren und unreflektiert jeden Bullshit weiterzuverbreiten, nur weil er ihm in sein beschränktes Weltbild passt, ohne überhaupt irgendeine Kompetenz, Wissen oder Erfahrung in diesem Bereich zu haben, ist schon grotesk.

Ich persönlich bin wie jeder Journalist Medien-Konsument und -Produzent in Einem. Journalisten sind ja überhaupt die intensivsten Mediennutzer: Newsjunkies, die immer auf dem aktuellen Stand der Dinge sein wollen (und müssen).

Aber weil der Tag nunmal nur 24 Stunden hat, muss selbst der intensivste Mediennutzer mit seiner Zeit haushalten und sich auf das Wesentliche und Notwendige beschränken. Und damit ich nicht zuviel Zeit mit unnötigem Ballast verschwende, habe ich mir über die Jahre eine stabile Basis von mir vertrauten und vertrauenswürdigen Quellen aufgebaut.

Wenn es um Informationen geht, beschränke ich mich auf möglichst seriöse und qualifizierte Quellen. Und das sollte nie nur eine einzige sein. Es gehört seit Jahrzehnten zu meinen Alltagsritualen, mir unterschiedliche Informationsendungen anzuschauen und diverse Publikationen zur selben Sache zu verfolgen.

Die Fakten sollten dabei immer übereinstimmen. Die Einordnung ist dagegen Ansichtssache.

Bei der Interpretation und Einordnung scheiden sich die Geister. Aber solange eine Einordnung in sich schlüssig und belegbar ist, ist sie zumindest bedenkenswert, auch wenn sie sich nicht mit meiner eigenen Ansicht decken sollte.

Abgesehen von den Naturgesetzen und der Vergänglichkeit aller Dinge gibt es keine unverbrüchlichen, ewigen Wahrheiten.

Jeder von uns hat aufgrund seines eigenen Wissens und Backgrounds seine ganz subjektive Sicht auf die Dinge.

Doch wir haben auch ein ureigenes Interesse daran, diese persönliche Sicht stets mit der Außenwelt abzugleichen und uns selbst möglichst zu objektivieren, zu relativieren und zu hinterfragen.

Ein Nachrichtenjournalist soll mir nicht von seinen persönlichen Gefühlen und Befindlichkeiten berichten, sondern mich zuallererst möglichst sachlich und unvoreingenommen über die Sachverhalte aufklären: Mit Fakten, nicht mit Gerüchten.

Dass heutzutage nicht jeder Journalist diese Kriterien erfüllt (vor allem in der Boulevard-Presse) weiß ich auch und finde das sehr bedauerlich. Denn letztlich untergraben solche Leute den Ruf und die Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche. Das Vertrauen ist daher auch längst im Keller. Der Ruf der „Lügenpresse“ kommt ja nicht von Ungefähr.

Die Journalisten, die heute noch in den großen Medienhäusern tätig sind, sind es ja selbst schuld. Sie haben es aus Karrieregeilheit oder Existenzangst selbst so weit kommen lassen und sich verbiegen und instrumentalisieren lassen, und dabei alle journalistische Ethik schleifen lassen. Opportunismus  statt Rückgrat.

Die heutige Medienlandschaft ist zu einer Ansammlung von charakterschwachen Opportunisten verkommen, denen ihr eigenes Hemd näher ist als der Ruf des Berufsstandes (und ihre Verantwortung für die Gesellschaft!).

Nachrichten-Journalismus ist aber kein Business, das zur Profitmaximierung geeignet wäre.

Die Werbeindustrie meidet dieses Umfeld seit Jahrzehnten, weil es in den meisten Fällen abträglich ist für’s Geschäft (und umgekehrt den Journalismus korrumpiert).

Der Nutzen eines möglichst unabhängigen Journalismus liegt nicht in einem Geschäftsmodell zur Erzielung eines maximalen Profits, sondern in seiner immateriellen Bedeutung für die Gesellschaft und den Einzelnen.

Unabhängige, seriöse, ausgewogene, sachgerechte Information ist für jede demokratische Gesellschaft eine fundamentale Notwendigkeit. Denn nur, wenn die Bürger sich ein möglichst sachgerechtes und realistisches Bild von den gesellschaftlichen Entwicklungen machen können, können sie auch qualifizierte Lebens-Entscheidungen treffen.

Sachgerechte, unabhängige, möglichst objektive Information hat daher geradezu Grundrechtsstatus!

Daher finde ich ein öffentlich-rechtliches Mediensystem durchaus sinnvoll und vernünftig – wenn denn die Politik sich nicht so sehr eingenistet hätte!

Nach meiner Vorstellung müsste die Politik außen vor gelassen werden und ein freies Mediensystem geschaffen werden, das ähnlich wie die staatlichen Filmstiftungen funktioniert: Es gäbe einen großen, von der Gemeinschaft getragenen Medienfonds, der diskriminierungsfrei zugänglich wäre; der eine Infrastruktur bereitstellt und unterhält, mit der unabhängige Berichterstattung möglich ist – ohne Kostendruck, aber durchaus mit Rechtfertigungsdruck. Wer die gestaffelten Gelder für die jeweiligen Projekte, Kanäle, Sendungen, Produktionen bekommt, entscheidet eine fachkompetente Jury. Damit wäre eine Grundversorgung gesichert, welche die ganze Gesellschaft einschließt und ihr ein von keinen wirtschaftlichen Interessen getriebenes Grundgerüst bietet, sich im Lebensalltag zu orientieren.

Alles andere darf man getrost den privatwirtschaftlich motivierten Akteuren überlassen. Wer meint, mit anderen Formen des Journalismus sogar Geld machen zu können, der soll das gerne tun. Für wie glaub- und vertrauenswürdig der gemeine Konsument dieses Produkt dann hält, bleibt ihm selbst überlassen. Das sind Nischenprodukte, die eine bestimmte Zielgruppe befriedigen, aber nicht von allgemeiner gesellschaftlicher Bedeutung sind.

Ähnlich wie bei den Hochglanzmagazinen zu Freizeit, Sport etc., die eine ganz spezielle Zielgruppe dort abholen, wo sie ist – in ihrem ureigenen Metier. Das kann und soll ein öffentlich finanzierter Sender gar nicht leisten! Grundversorgung! So steht es im Rundfunkgesetz. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Öffentlich-Rechtlichen wurden von den Privatsendern von Beginn an dafür kritisiert, dass sie (mit Flankenschutz der Politik) sich angesichts der privaten Konkurrenz krakenähnlich ausbreiten durften und selbst Nischen besetzen, welche die Privaten für sich reklamierten.

Ein wunderbares Spielfeld für profilneurotische Medienpolitiker, die nun die privaten und öffentlich-rechtlichen Akteure gegeneinander ausspielen konnten – zu ihrem eigenen Vorteil! Der ehemalige SPD-Minister/präsident Wolfgang Clement ist das Paradebeispiel eines Politikers, der auf der großen Medienwelle surfte und die Medienpolitik als Standortpolitik betrieb – mit großem Erfolg übrigens.

Medien, speziell das Fernsehen, waren mal ein großes Wirtschaftsstandort-Thema, das Arbeitsplätze in der Kreativbranche schaffte und perfekt zur Imagepflege diente. KÖLN! MÜNCHEN! DÜSSELDORF! MAINZ! HAMBURG!BERLIN!

Die Großstädte wetteiferten darum, deutsche Medienstadt Nummer Eins zu sein, und die Medienschaffenden wetteiferten darum, wer in der angesagtesten und geilsten Stadt der Republik lebte und arbeitete und den geilsten Job von allen hatte!

Ach ja, tempi passati…

Heute bilden die Kreativen womöglich die Mehrheit der hoch qualifizierten Langzeitarbeitslosen oder prekär Beschäftigten, die keine Kommune in Deutschland gerne an der Backe haben will.

Aber dafür sind die wirklich Kreativen ja schließlich auch kreativ!

Und erfinden sich zwangsläufig neu oder anders.

Das ist – wenn es einen unerwartet trifft – natürlich erstmal hart.

Aber für diejenigen unter uns, die erst seit wenigen Jahren in der Branche tätig sind, ist das ja bereits der Normalzustand. Man gibt sich mit weniger zufrieden und experimentiert dafür unbekümmerter und unabhängiger mit neuen Möglichkeiten.

Gerade für Kreative fände ich daher eine Art bedingungsloses Grundeinkommen sehr hilfreich. Denn sofern das künstlerische Konzept einen immateriellen Gewinn für die Gesellschaft darstellt, hat es einen hohen Wert.

Es ist gut, wenn gewisse begabte Menschen einen materiellen Spielraum gewährt bekommen, in dem sie sich ausbreiten und wie ein Schmetterling entfalten können, um die Gesellschaft immateriell zu bereichern, das Leben eben schöner, lebenswerter, vielseitiger, interessanter zu machen.

Es wäre also überfällig, die Axt an den krakenmäßig überwucherten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu legen und vor allem bei den Dritten Fernsehprogrammen radikal einzusparen. Regionale Fenster im Hauptprogramm reichen völlig aus. Andere Sendungen mit besonderem Lokalkolorit kann man in den Mediatheken zur Verfügung stellen.

Das lineare Fernsehen hat ohnehin bereits enorm an Bedeutung verloren und dieser Bedeutungsverlust wird sich noch verstärken.

Überleben werden – wie immer – nur die Großen. Und selbst die müssen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Nicht mehr in die Breite, sondern in die Tiefe gehen, sich auf einzelne Leuchtturmprojekte beschränken und gleichzeitig auch Spielflächen für Experimente unterhalten.

Klassische Fernsehsender sind längst nicht mehr das konkurrenzlose Vehikel, um Videobotschaften und Filme und Events zu verbreiten. Das Netz hat das Fernsehen längst an die Wand gedrückt.

Also müssen sich alle Aktivitäten auf das Netz fokussieren. Sie müssen netzkompatibel und netzaffin sein. Sie müssen sich rückkoppeln und in stetem Austausch mit ihrer Community stehen.

Das ist ein Bewusstseinswandel, dem sich bis heute noch viele etablierte Medienschaffende in ihren Schreibtischsesseln verweigern. Sie halten beharrlich an ihrem Statusdünkel fest und glauben, irgendwas Besseres zu sein als ihre Konsumenten und Zuschauer.

Nein. Seid ihr nicht.

Kommt endlich von eurem Sockel runter. Denn ohne euren Sender sind die meisten von euch nichts und niemand. Einfach nur ein paar opportunistische Pappkameraden, die für andere den Clown spielen.

Das ist nicht wirklich beeindruckend.

Meine Grundschüler hat es jedenfalls nur mäßig beeindruckt. Als erfolgreicher YouTuber hätte ich sie sofort in die Tasche gesteckt!

Aber jeder, der sein Selbstwertgefühl aus dem Maß der Anerkennung durch andere und seinem sozialen Status bezieht, baut sein Fundament auf letztlich wackligem und flüchtigem Grund auf. In unserer schnelllebigen Zeit verfliegt der Ruhm so schnell wie er gekommen ist.

Wer nachhaltig Erfolg haben will, muss seinen eigenen Kurs kennen und seinem eigenen Kompass folgen.

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