Russischer Staatscircus ohne Oleg Popov

Zelt des Grossen Russischen Staatscircus

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Seit Anfang Juni gastiert „Der Grosse Russische Staatscircus“ mit der „Oleg Popov Jubiläumstour 2011“ vor der o2 world-Arena in Berlin. Wegen des „riesigen“ Erfolges – so die Veranstalter – wurde bis zum 26. Juni, also heute, verlängert. „In den vergangenen zwei Jahrzehnten ließ Oleg Popov keine der mehr als 5.000 Vorstellungen des Großen Russischen Staatscircus ausfallen“, heisst es auf der Internetseite der o2-Arena. Ausgerechnet am letzten Wochenende in Berlin machte der weltberühmte Clown eine Ausnahme.

Plakat mit Oleg Popov
Oleg Popov fehlte bei den letzten Vorstellungen in Berlin

Als ich am gestrigen Samstag Vormittag das Kassenhäuschen des Circus aufsuchte, um Karten für die Nachmittagsvorstellung zu erwerben, fiel mir gleich ein DIN A4-grosser Hinweis auf: Leider sei Popov erkrankt und könne daher an den letzten Vorstellungen in Berlin nicht teilnehmen. Blöd.

Ich entschied mich trotzdem dazu, für die ganze Familie Karten zu kaufen. Schließlich dachte ich, den Kindern mit dem Besuch in einem weltberühmten Circus etwas Gutes zu tun. Sie waren eh mehr an Tierdressur-Nummern und Zauberern interessiert als an einem Clown.

Obwohl Popov als Highlight und Hauptattraktion der Show beworben wird, gab es keinen Rabatt. Tutto completto kostete der Spaß für vier Sperrsitze 108 Euro. Die Kassiererin bedeutete mir, dass der Circus ab 15 Uhr geöffnet sei und es wegen der freien Platzwahl innerhalb der jeweiligen Kategorie sinnvoll sei, rechtzeitig vor Beginn der Vorstellung zu kommen.

Wir schafften es trotzdem nicht pünktlich, trafen erst kurz nach Beginn der Show ein.

War aber kein Problem. Der Circus war gerade mal halb gefüllt, wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes freie Platzwahl.

Ärmliches Ambiente – unspektakuläre Show

Von dem Ambiente war ich enttäuscht. Von der Manage und dem Zuschauerraum des GROSSEN RUSSISCHEN STAATSCIRCUS hatte ich mir mehr Glanz und Glamour, mehr Bombast erwartet.

Es fand gerade eine Hundedressur-Nummer statt. Und die war noch das Beste an der Show. Ansonsten gab es bis zur Pause ein Schlangenmenschenpaar, diverse Tänzerinnen, einen Zauberer, eine (misslungene) Ein-Pferd-Dressur und als Pausen-Clown einen Charlie-Chaplin-Verschnitt.

Das alles war alles andere als spektakulär. Meine Kinder forderten lautstark mehr Tiere ein und interessierten sich mehr für ihr Popkorn und käuflich zu erwerbende fluoreszierende Pinsel als für das, was da vorne in der Manege passierte.

Wir nutzten die Pause, um uns von dannen zu machen. Über 100 Euro in den Sand gesetzt.

Russischer Staatscircus ohne Oleg Popov

 

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