Der Gigolo von Giglio

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Francesco Schettino, der italienische Kapitän der vor der Insel Giglio havarierten „Costa Concordia“, ist nicht nur zufällig und völlig unbeabsichtigt in ein Rettungsboot gefallen. Nach letzten Berichten soll er auch Damenbesuch auf der Brücke gehabt haben.

Die blonde Dominica C. (klingt wie Domina) stammt aus Moldawien und war Medienberichten zufolge mal auf dem Schiff beschäftigt, diesmal aber privat unterwegs.

Für einen Außenstehenden bietet das natürlich genug Stoff, um herumzuphantasieren.

Bei Blondine aus Moldawien denkt man gleich an das horizontale Gewerbe. Was mag also die reguläre Beschäftigung dieser Frau auf dem Kreuzfahrtschiff gewesen sein?

Ich frage mich: Wird auf solchen Kreuzfahrten auch in anderer Weise für das leibliche Wohl der (männlichen) Gäste gesorgt? Sorgt die Reederei dafür oder machen die Damen das auf eigene Rechnung?

Und ist Kapitän Schettino von der Dame einfach abgelenkt gewesen und hat deswegen den Kahn zum Kentern gebracht?

Oder wollte er der Dame imponieren, ihr eine besondere Freude machen, und hat deshalb das Kreuzfahrtschiff zu nah an der Küste der Insel Giglio vorbeimanövriert?

Vorstellen kann man sich vieles. Was so ein fescher Kapitän aus Italien auf einem großen Kreuzfahrtschiff ist, der will einem hübschen Mädchen vielleicht mal zeigen, was für ein toller Hecht er ist.

Die Geschichte würde ja so manche Klischees erfüllen, die man über Italiener hat.

Die Italiener im Allgemeinen und die Bewohner der Insel Giglio im Besonderen sind, wie eine RTL-Reporterin berichtete, stinksauer auf Schettino. Zurecht!

Was gibt das wieder für ein Bild von Italien ab! Ein Ex-Ministerpräsident, der als Vermächtnis seine „bunga bunga“-Parties hinterlässt und nun ein Kreuzfahrer, dessen Imponiergehabe Menschenleben kostete und der zuallererst sein eigenes Leben rettete, statt als Letzter von Bord zu gehen.

15 Jahre Haft drohen Schettino Medienberichten zufolge.

Vielleicht war unter den Passagieren ja auch ein Mitglied der Mafia. Dann würde vielleicht sie die Rache zur Chef-Sache machen.

Und Schettinos Füße einbetonieren und ihn im Wasser versenken.

Aber wie gesagt, das sind alles nur Spekulationen.

Und eigentlich schreibe ich das alles auch nur, weil ich das Wortspiel vom Gigolo von Giglio so schön finde.

Vielleicht war ja auch alles ganz anders und wir tun den Beschuldigten ungeheures Unrecht an.

Wir werden’s wohl noch erfahren.

Der Gigolo von Giglio

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