Bürgermeister: Rio+20 lockte 110.000 Besucher an

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Eduardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro, legte heute eine Bilanz der UN-Nachhaltigkeitskonferenz vor. Die zehntägige Veranstaltung lockte ca. 110.000 Besucher in die cidade maravilhosa, berichtet G1.

Das seien 50 Prozent mehr gewesen, als ursprünglich erwartet, so der Bericht weiter. Etwa 45.000 Besucher kamen zum Kongresszentrum Riocentro.

In den zehn Tagen der UN-Konferenz wurden dem Bürgermeister zufolge 274 Millionen Reais (ca. € 106 Mio.) umgesetzt.

Die städtischen Hotels seien zu 95% belegt und somit praktisch komplett ausgebucht gewesen. Erstmals sei auch die Vermietung von Privatwohnungen in die Statistik mit eingegangen.

Laut G1 zeigte sich der Bürgermeister unzufrieden mit der Art und Weise, wie das brasilianische Außenministerium die Vergabe der Hotelzimmer organisiert hatte. Die beauftragte Agentur Terramar soll durch eine überhöhte Buchungsgebühr von 30% zu einer absurden Überteuerung der Übernachtungskosten beigetragen haben. Terramar wurde daher schon im Vorfeld der Mega-Konferenz dazu verdonnert, mehr als die Hälfte der von ihr geblockten Zimmer wieder freizugeben.

Das Modell, auch die private Zimmervermittlung mit einzubinden, hält Eduardo Paes dagegen auch für die kommenden Mega-Events wie Fussball-WM 2014 für nachahmenswert.

Die staatliche Tourismus-Organisation Embratur hat unterdessen einen umfassenden Preisvergleich von nationalen und internationalen Hoteltarifen angekündigt. Ab Anfang Juli sollen die Preise in zehn der 12 WM-Austragungsorte ermittelt und dann mit denen in zehn internationalen Städten (darunter Frankfurt/M. und London) verglichen werden.

Verbesserungbedarf sieht Bürgermeister Paes laut G1 bei der städtischen Mobilität. Vor allem am 18. und 19. Juni habe es angesichts von Demonstrationen und der Ankunft hochrangiger Delegationen ein komplettes Verkehrschaos in Rio gegeben. Hier müsse der Informationsaustausch zwischen den Organisatoren und den städtischen Behörden noch intensiviert werden, so Paes laut G1.

Bleibt noch zu erwähnen, dass die UN-Nachhaltigkeitskonferenz an ihren Veranstaltungsorten insgesamt 144 Tonnen Müll/Abfall erzeugt hat, ein Drittel davon recyclebar.

Rio+20: Ausser Spesen nichts gewesen?

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