Brief aus Brasilien (2)

Flattr this!

Die Widrigkeiten der Technik. Habe am vergangenen Sonntag ein Video gedreht, das ich danach bearbeitet habe und am Montag Abend auf YouTube stellen wollte. Da die Oma kein Internet im Haus hat, bin ich zu einem ihrer Söhne gegangen, der im selben Viertel wohnt und Internet hat.

Als ich dort ankam stellte sich heraus, dass der Computer am A…. war: Er fuhr ständig rauf und runter und keine der vom Betriebssystem angebotenen Neustart-Optionen funktionierte. Ein Nachbar, der sich das später anschaute, bestätigte meine Vermutung, dass der Computer nur mittels der Installations-CDs wieder in Ordnung gebracht werden konnte. Aber sowas war im Haus nicht vorhanden.

Freundlicherweise bot eine Nachbarin ihren Laptop samt mobilem Internetstick an, um mein Video hochzuladen. Sie hatte den Stick allerdings noch nie verwendet, er war daher auch noch nicht installiert, was sich dann auch als schwieriger erwies als gedacht. Ein anderer Nachbar kam vorbei und half aus und schaffte es auch ziemlich schnell.

Ich setzte meinen USB-Stick mit dem Video ein und startete den upload-Vorgang, bekam aber nach einigen Minuten angezeigt, dass dieser Prozess über 500 Minuten dauern würde (die Datei hatte eine bereits deutlich komprimierte Größe von gut 400 MB). Soviel Zeit wollte ich nun doch nicht im Haus des Onkels und mit dem Laptop der Nachbarin verbringen und brach den Ladevorgang gleich wieder ab.

Ich ging daher gestern in das Cyber-Café, das hier um die Ecke liegt und nahm in Kauf, dort für die lange Nutzung des Computers eben bezahlen zu müssen. Klappte auch alles besser. Immerhin zeigte YouTube als Dauer für’s Hochlanden „nur“ ca. 300 Minuten an, die sich im Verlauf der Session weiter reduzierten. Nach fast zwei Stunden waren über 60 Prozent des Videos übertragen. Ich recherchierte in der Zwischenzeit andere Dinge im Internet. Als ich dann mal wieder auf YouTube vorbeischaute um zu sehen, wie weit das Hochladen fortgeschritten war, sah ich zu meinem Schreck eine Meldung. Ein Fehler sei passiert und ich müsse den Ladevorgang nochmal von vorne beginnen. Super! Das habe ich dann doch unterlassen und verließ frustriert das Cyber-Café.

Nun gibt es noch die Option bei einem anderen Onkel, der in der Nachbarschaft wohnt. Vor ein paar Tagen funktionierte sein Computer noch. Er hatte allerdings schon gesagt, dass sein Internet ziemlich langsam sei…

Brief aus Brasilien (1)

4 Gedanken zu „Brief aus Brasilien (2)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.