Brazil For Ever! Brasilien für immer!

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Wie ich sehe, ist es eine ganze Weile her, dass ich zuletzt etwas auf meinem Blog veröffentlicht habe. Vielen dürfte das zwar ziemlich wurscht sein, aber um die geht es mir ohnehin nicht. Es gibt Gott sei Dank ein paar Leute da draußen, die mit großem Interesse verfolgen, was ich hier in Brasilien tue. Und ich muss gestehen, dass seit meiner Ankunft Ende November in Belo Horizonte so viel passiert ist, dass es mir schlicht unmöglich ist, schreibend mitzuhalten. Ich bin schon froh, wenn ich es zeitnah schaffe, meine Fotos und Videos zu posten, auf Facebook oder Twitter. Für anderes blieb keine Zeit. Hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse:

Ende November traf ich in Belo Horizonte, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Minas Gerais, ein. Hier habe ich viele Familienangehörige von meiner brasilianischen Ex-Frau, die mit unseren beiden gemeinsamen Kindern in Deutschland lebt.

Es war mein zweiter Anlauf, um hier dauerhaft zu bleiben, und diesmal läuft alles glatt und wie am Schnürchen. Das Problem war, eine sogenannte permanência (Daueraufenthaltsberechtigung) zu bekommen. Trotz gemeinsamer, deutsch-brasilianischer Kinder gestaltete sich das zunächst schwieriger und komplizierter als erwartet. Ich musste den ersten Versuch abbrechen und nach Deutschland zurückkehren. Für sechs Monate! Das war harter Tobak und passte so gar nicht in meine akute Lebensplanung.

Aber ich musste da durch, nolens volens. In der Zwischenzeit konnten die Dinge dann aber immerhin soweit ins Rollen gebracht werden, dass ich diesmal schon mit dem Dauervisum in der Tasche in Brasilien eingereist bin. Nun stehen mir also alle Wege und Türen offen.

Und das ist nicht nur metaphorisch gemeint. Es ist tatsächlich so. Die Brasilianer nehmen mich alle (naja, fast alle…) mit offenen Armen auf. Auch in den Behörden läuft alles reibungslos. Ich rieb mir in den Wochen vor Weihnachten täglich die Augen, weil ich gar nicht glauben konnte, wie hindernisfrei sich nun alles entwickelte. Ich konnte spontan meinen großzügig ausgelegten Zeitplan ändern und früher als erwartet, nämlich noch vor Weihnachten, Paraty besuchen.

Paraty ist eine bedeutende Stadt in der portugiesischen Kolonialgeschichte Brasiliens. Rund 250 km südlich von Rio de Janeiro an der Küste gelegen, verfügt Paraty über ein historisches Zentrum, das ganz im portugiesischen Barockstil des 18. Jahrhunderts erhalten ist. Es steht unter Denkmalschutz und ist ein Nationalmonument.

Von hier aus stießen die portugiesischen Erkundungstrupps, Gold- und Diamantensucher (garimpeiros) ins Landesinnere vor, dem heutigen Minas Gerais. Auch afrikanische Sklaven wurden hier an Land gebracht und im Hafen wie Vieh verkauft. Sie mussten in unerträglicher Fronarbeit den sogenannten Caminho de Ouro (Goldweg) anlegen, eine gepflasterte Straße, die sich von Paraty aus hunderte Kilometer ins Landesinnere hinein erstreckte und die berühmten Kolonialstädte entlang der Estrada Real miteinander verband, die berühmtesten sind Ouro Preto und Diamantina.

Minas Gerais ist absolutes Herzland der heutigen brasilianischen Nation. Hier hat der ganze Gold- und Diamantenrausch begonnen und sich in überreichen Barockwundern manifestiert, wie auch alle anderen Räusche (Kautschuk, Zuckerrohr, Kaffee, Kakao undundund) überall in Brasilien ihre sichtbaren Spuren hinterlassen haben.

Dieses Land ist wirklich überreich beschenkt und hat soviel zu bieten, dass es einen nur noch überwältigt. Das Schöne ist, dass die Brasilianer im Allgemeinen ausgesprochen gastfreundlich, kontaktfreudig und neugierig sind und so oft es geht die schönen Seiten des Lebens genießen. Aber Arbeit muss natürlich sein, ohne geht es nicht. Aber auch die machen die meisten mit möglichst viel Freude und Spaß.

Hier in Belo freue ich mich immer, wenn der Müllwagen mit den Müllmännern vorbeikommt. Die Jungs haben richtig Spaß an der Sache, sind ungemein sportlich, werfen die Müllsäcke von Weitem in den Müllschlucker, als wär’s ein Basketballspiel. Sie lachen und springen und singen und rufen und klatschen sich ab, wenn ein besonders guter Wurf gelungen ist.

Was für ein Kontrast zu diesem schrecklichen Berlin! Ich finde es rückblickend wirklich nur noch schrecklich und abstoßend, was ja nicht heißt, dass dort nicht auch nette Menschen wohnen und es nicht auch interessante Dinge gibt. Mir geht es hier mehr um das große Ganze, die allgemeine Stimmung, die Art und Weise, wie die Menschen miteinander umgehen. Und da könnte der Unterschied nicht größer sein!!!

Als ich nach dem gescheiterten ersten Anlauf für sechs Monate nach Berlin zurückmusste, hat das so gut wie keinen interessiert. Im Supermarkt, beim Türken und vielen anderen von mir regelmäßig frequentierten Lokalen hatte kaum einer Notiz von meiner Abwesenheit genommen, jedenfalls nicht zu erkennen gegeben.

Hier in Brasilien gehe ich auf die Straße, und egal, ob ich da schonmal war oder nicht, ich komme sehr schnell mit allen ins Gespräch und werde sofort wiedererkannt und gegrüßt. Ich liebe es. Schon als Kind in Spanien bin ich so aufgewachsen, streifte durch die Gegend, hatte überall Freunde und Bekannte, mit denen ich ein Schwätzchen hielt oder spontan in deren Haus einkehrte.

Auch der Rheinländer, besonders der Kölner, hat diese kommunikative, offene  Anlage, weswegen ich meine Geburtsstadt auch immer im Herzen behalten werde.

Aber ich bin ein Naturliebhaber. Und in dieser Hinsicht ist Brasilien Top of the Tops, sowas an ÜBERREICH beschenkt, dass ich jedesmal auf’s Neue nach Luft schnappe. Unfassbar.

Ich möchte denjenigen oder diejenige sehen, die angesichts dieser Pracht nicht anfängt, doch an sowas wie einen Gott und Schöpfer zu glauben. Anders ist es einfach nicht mehr zu erklären!

Neun Tage hatte ich spontan Zeit, Paraty nach etwa zehn Jahren wiederzusehen. Von Belo aus sind es rund 600 Kilometer, das schafft man ganz entspannt an einem Tag. Einmal war ich erst dort gewesen, im Frühjahr 2007, für wenige Tage, ich weiß es gar nicht mehr genau wieviele. Ich weiß nur, dass es mir sehr gefallen hatte, ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, was diese Region noch alles zu bieten hatte.

In persönlicher Hinsicht war das bedeutendste Ereignis, dort nach einem Ultraschall die Bestätigung zu bekommen, dass meine damalige Frau mit unserem zweiten Kind schwanger war! Das toppte ohnehin alles. Insofern hat Paraty (übersetzt: Für Dich!) also eine ganz besondere, persönliche Bedeutung für mich.

Als ich jetzt wiederkam, suchte ich nach einer Antwort auf meine Frage, ob Paraty nicht vielleicht der bessere Ort wäre, um mich in Brasilien niederzulassen (zuvor hatte ich mit Porto Seguro geliebäugelt).

Die Antwort kam schnell und absolut überzeugend: Ja! Schon am Nachmittag und Abend des Ankunftstages beantwortete sich die Frage, nachdem ich schnell mit Einheimischen ins Gespräch gekommen war.

Paraty ist voller Möglichkeiten, vor allem im touristischen Bereich. Paraty hat ungeheuer viel zu bieten, so viel, dass man jeden Tag des Jahres eine andere Tagestour machen könnte, ohne sich zu wiederholen. Un-glaub-lich!

Über 250 Strände gibt es in der Region, unzählige Wasserfälle, unter Naturschutz stehenden atlantischen Ur-Regenwald im Nationalpark Serra da Bocaina, welcher den sattgrünen Hintergrund zur pittoresken, barocken Kolonialkulisse liefert. Ein Hammer!

In der großen Bucht liegen unzählige Inseln, große wie kleine, die man per Boot ansteuern kann (wenn man nicht gerade mit seiner eigenen Jacht unterwegs ist…Einen Jachthafen gibt es selbstverständlich auch!).

Es ist eine absolute Überfülle, die die Natur hier bereithält. Atemberaubend!

Hier werde ich also künftig meinen Lebensmittelpunkt haben und neben einigen anderen Dingen vor allem für deutsch- und englischsprachige Touristen zur Verfügung stehen.

Wer sich also vorstellen könnte, mal nach Brasilien zu kommen und dieses wundervolle Land näher kennenlernen möchte, aber nicht so recht weiß, wie er/sie es anstellen soll, der kann sich gerne an mich wenden.

Ich verspreche: Mit mir werdet ihr Brasilien auf eine Weise kennenlernen, die euch kein Reisebüro, kein Reiseveranstalter bieten kann!

Individuell, ganz auf eure jeweiligen Interessen und Möglichkeiten abgestimmt.

Ich werde selbst Unterkunft anbieten können oder gerne auch nahegelegene Unterkünfte vermitteln, die dem jeweiligen Geschmack und Geldbeutel entsprechen.

Alles ist möglich! Wir müssen nur darüber reden und dann den passenden Zeitpunkt verabreden.

In allen Dingen könnt ihr euch vertrauensvoll an mich wenden.

Ich nehme euch an die Hand und sorge dafür, dass ihr euch wohl und sicher fühlt und die begrenzte Zeit, die ihr in Brasilien verbringt, in vollen Zügen genießen werdet. Und das muss keineswegs nur Paraty sein. Wie gesagt, wir können über alles vertrauensvoll reden!

Damit Du mit oder ohne Deine Lieben einen unvergesslichen Urlaub hier in Brasilien verbringst, der alle Deine Batterien bis zum Anschlag aufladen wird und womöglich den Auftakt zu weiteren Besuchen in diesem wundervollen Land bilden wird.

Até logo! (Bis bald!) In Brasilien!!

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