Gedanken zum 29. Tag der Deutschen Einheit

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Heute vor 29 Jahren trat die DDR der BRD bei – aus Nachkriegs-Klassenfeinden (sozialistisch-kapitalistisch) wurde mit einem Schlag wieder eine Nation, ein Volk mit einer gemeinsamen Regierung. Ich habe diese Wendezeit sehr intensiv und aus nächster Nähe erlebt, da die Familien meiner beiden Elternteile zwischen Ost und West getrennt waren und wir vor wie nach der Wende einen starken familiären Austausch pflegten. In den Sonntagsreden zum heutigen Nationalfeiertag werden wieder einmal das Glück der Stunde und das „Geschenk“ der Einheit gepriesen – und die Probleme zwar angesprochenen, aber eher kleingeredet. Ja, man darf sich freuen. Aber die Augen vor den realen Konflikten zu verschließen, führt auch nicht weiter. Eine persönliche Bestandsaufnahme.

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Rechts und Links

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Also, ich bin ja Linkshänder, oder -händler oder wie das heisst? Falls das irgendwas zur Sache beiträgt. Ich mache ja alles andersrum und gehöre damit zu einer kleinen Minderheit der Menschheit, der man aber immerhin besondere Fähigkeiten zuspricht. Als Grundschüler hat mich meine Linkshändigkeit kurz irritiert, als mein Klassenlehrer ankündigte, dass wir jetzt Rechtschreibung machen würden. Ich fragte ganz entsetzt, ob das für mich denn möglich sei, wo ich doch Linkshänder sei!! Er konnte mich aber ad hoc beruhigen, indem er mir erklärte, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun habe. Ich beruhigte mich wieder und begann nach fünfjähriger Kindheit in Spanien als achtjähriger Junge, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen. Bei der gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatte um Rechts oder Links scheint eine ähnliche Sprachverwirrung zu herrschen.

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Heimat, die ich meine

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Der Begriff Heimat ist dieser Tage wieder in aller Munde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach darüber beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit. Er sagte, „wir“ (Nicht-AfD-Wähler) sollten den Begriff der Heimat nicht den Rechten überlassen. Womit er recht hat. Denn der Heimatbegriff der sogenannten Rechten ist doch ziemlich engstirnig. Gerade ihr Heimatbegriff und ihre Vorstellung einer „deutschen Leitkultur“ belegt, wie engstirnig, eingleisig sie unterwegs sind. Heimat ist etwas viel Komplexeres, wenn man ein Kind der heutigen Zeit ist.

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Deutschland vor der #Bundestagswahl – Weiter so wie immer

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Heute in sechs Wochen ist Bundestagswahl. Nach aktuellem Stand der Umfragen genießt die Partei der seit 12 Jahren amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen haushohen Vorsprung. Wird Angela Merkel also auch die nächsten vier Jahre regieren und am Ende mit ihrem kürzlich verstorbenen Vor-Vorgänger Helmut Kohl an Amtsjahren gleichziehen? Eine Momentaufnahme.

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Mit Udo Lindenberg in der Waldbühne Berlin

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Gestern war ich in der Waldbühne auf dem ersten von zwei Udo Lindenberg Konzerten in Berlin. Tolle Location, perfektes Wetter, gute Stimmung, coole Truppe.

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Rückblick: Als Quereinsteiger und Vertretungslehrer an einer Berliner Grundschule

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Lehrer zu sein ist ein anspruchs- und verantwortungsvoller Job – jedenfalls, wenn man ihn gewissenhaft und engagiert angehen will. Er kostet viel Zeit und viel Nerven.

Ich hatte das Vergnügen, ihn eineinhalb Jahre als Quereinsteiger und Vertretungslehrer an zwei Berliner Grundschulen auszuüben.

Das ist nicht besonders lang, werden Sie vielleicht einwenden. Aber – ehrlich gestanden – es hat gereicht, um einen praxisnahen Eindruck zu gewinnen. Welcher Journalist verbringt sonst schon so viel Zeit an einem Ort, über den er berichten will? „Rückblick: Als Quereinsteiger und Vertretungslehrer an einer Berliner Grundschule“ weiterlesen

Bê Ignacio als Stadtindianerin in der Kulturbrauerei

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Ich muss gestehen, bis vor wenigen Tagen nichts von Bê Ignacio gewusst zu haben. Erst der Hinweis eines Facebook-Bekannten auf ihr Konzert im Kesselhaus der Kulturbrauerei in Berlin machte mich auf sie aufmerksam. Was ich dann im Netz über sie erfuhr und an Musikkostproben hörte, machte mich neugierig. Und so besuchte ich das Konzert am gestrigen Abend. „Bê Ignacio als Stadtindianerin in der Kulturbrauerei“ weiterlesen

Brasiliens Ex-Präsident Lula in Berlin

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Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erfreut sich nicht nur in seinem Heimatland nach wie vor großer Beliebtheit. Auch international wird er mitunter gefeiert wie ein Pop-Star. Was seine Faszination ausmacht, davon konnte sich ein jeder selbst ein Bild machen, der einer öffentlichen Podiumsdiskussion der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin beiwohnte. Der Konferenzsaal war gerappelt voll. „Brasiliens Ex-Präsident Lula in Berlin“ weiterlesen

„Na Balada“: Deutschlands erste Sertaneja-Party in Berlin

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Oi galera! Zusammen mit einem brasilianischen Freund plane ich gerade Deutschlands erste Sertaneja-Party in Berlin. Sertaneja: Das ist jene brasilianische Musikrichtung, die seit diesem Jahr mit Michel Teló (Nossa Nossa) und Gusttavo Lima (Tchê Tchêrere Tchê Tchê) weltweit riesen Erfolge feiert. Aber es gibt noch viele andere Sertaneja-Musiker zu entdecken! „„Na Balada“: Deutschlands erste Sertaneja-Party in Berlin“ weiterlesen

Ein YouTube-Video und die Debatte um den Datenschutz

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Habe etwas länger nicht geschrieben, weil ich sehr beschäftigt war, beruflich wie privat (was sich bei mir ohnehin nicht so scharf voneinander trennen lässt). Abgesehen davon, dass ich diese Woche geschäftlich auf Reisen war, feierte meine Tochter vergangene Woche ihren 5. Geburtstag, was in einem teils geplanten, teils ungeplanten Partymarathon endete. Ich hielt alles mit der Kamera fest, um daraus später kurze Dokumentarfilme zu schneiden und eventuell publik zu machen. „Ein YouTube-Video und die Debatte um den Datenschutz“ weiterlesen